Montag, 10. März 2008

Schwerer Sturm fegt über Großbritannien: Tausende Haushalte sitzen jetzt im Dunklen

  • Flüge gestrichen, Bäume gefällt & Leitungen gekappt
  • Frankreich: Schiff ist im Sturm auf Grund gelaufen

Der bisher schwerste Sturm dieses Winters in Großbritannien hat die Stromversorgung für tausende Haushalte unterbrochen. Betroffen sind vor allem kleinere Orte in Wales und im Südwesten Englands. Die Behörden warnten vor Reisen in die Küstengebiete. In Wales wurde eine Wohnwagensiedlung mit 170 Bewohnern evakuiert. Auch in Frankreich wütete der Sturm. Dort strandete ein Frachtschiff.

Bei Windstärken von bis zu 130 Kilometern pro Stunde riss der vom Atlantik kommende Sturm in den Grafschaften Devon und Cornwall zahlreiche Bäume um. Vielerorts kam es dadurch zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Der Fährverkehr zwischen Südengland und Frankreich sowie Spanien wurde weitgehend eingestellt. Auch mehrere Flüge von den Londoner Airports Heathrow und Gatwick wurden gestrichen.

In zahlreichen Küstenorten verstärkten Einsatzkräfte mit Sandsäcken die Schutzanlagen gegen Überschwemmungen. Zuvor hatten die Behörden für sieben Regionen Flutwarnungen ausgesprochen. Der Sturm könnte nach Angaben des Wetterdienstes bis Mittwoch anhalten und sich bis dahin noch weiter verstärken. Für Hochlandgebiete in Schottland wurden unterdessen mögliche Schneestürme vorausgesagt.

Sturm in Frankreich
Auch an der französischen Westküste hat ein schwerer Sturm mit Böen von bis zu 110 Stundenkilometern ein Frachtschiff zum Stranden gebracht und vielerorts zu Überschwemmungen geführt. Das niederländische Boot lief nördlich von La Rochelle auf Grund, wie die Schifffahrtsbehörden mitteilten.

Der Wind habe zu diesem Zeitpunkt eine Geschwindigkeit von 65 Stundenkilometer erreicht. Es sei aber niemand verletzt worden. Weiter nördlich in der Bretagne, in der Nähe von Brest, setzten die Rettungskräfte inzwischen die Suche nach einem 26-Jährigen fort, der am Sonntag von einem Boot über Bord gegangen und von der Strömung abgetrieben worden war.

Allein im Verwaltungsbezirk Finistere im äußersten Westen des Landes rückte die Feuerwehr nach eigenen Angaben rund 200 Mal aus, um Überschwemmungsopfern zu helfen. Unter anderem befreiten die Feuerwehrleute vier Campingurlauber, die in ihrem Wohnmobil festsaßen. Die Verbindungen zu den größeren Inseln westlich der Bretagne wurden ausgesetzt. Nicht nur in der Bretagne, auch im südlich angrenzenden Gebiet Pays de la Loire riss der Wind etliche Bäume aus.

(apa/red)

10.3.2008 11:32