Personelle Konsequenzen nach SPÖ-Wahl- Debakel: Leitner übernimmt Onodi-Nachfolge
- Onodi knapp 7 Jahre NÖ-Landesvorsitzende der SPÖ
- Josef Leitner zuvor als Landesgeschäftsführer tätig

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BILDER: Die Reaktionen in den Parteizentralen
Einen Tag nach dem Debakel bei der NÖ Landtagswahl hat die niederösterreichische SPÖ personelle Konsequenzen gezogen: Heidemaria Onodi (50) gab dem in der Parteizentrale in St. Pölten zusammengetretenen Landesparteivorstand erwartungsgemäß ihren Rücktritt bekannt. Landesgeschäftsführer Josef Leitner (36) folgt ihr als Landesparteichef nach und soll auch ihre Funktion in der Landesregierung - als Landeshauptmann-Stellvertreter - übernehmen. Dieser Beschluss fiel einstimmig.
Er stehe für einen akzentuierten, sachorientierten Kurs, den er verstärken werde, sagte Leitner. Er habe nicht nur das Vertrauen des Präsidiums und des Vorstandes, sondern auch die Unterstützung von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer.
"Haus neu bestellen"
Die SPNÖ werde nun "das Haus neu bestellen", auch "neue Köpfe" seien möglich, so Leitner. Es gelte, vom Klub bis zu den Führungspositionen alles abzustimmen. Zu den Landtagswahlen merkte Leitner an, dass die SPÖ schon "viele Siege" gefeiert, gestern jedoch "verloren" habe. Die Sozialdemokratie sei eine gute, solidarische Familie.
Aktiv in der Bundespolitik
Der designierte Landeschef kündigte an, auch in der Bundespolitik aktiv mitarbeiten und Gusenbauer "noch besser unterstützen" zu wollen. Er und der Kanzler würden einander "lange" kennen, zumal sie aus Nachbargemeinden - Wieselburg und Ybbs - stammen.
Gegen Neuwahlen
Was die Situation im Bund angeht, machte der studierte Betriebswirt klar, gegen eine Neuwahl zu sein. Die Parole habe "arbeiten" zu lauten.
Zu weiteren Personalentscheidungen in der SPNÖ wollte Leitner vorerst nicht Stellung nehmen. Ein Landesparteitag sei ebenfalls "noch nicht terminisiert".
Onodis Rücktritt
Onodi machte ihren Rücktritt während einer Unterbrechung des Vorstandes nach knapp fünfeinhalb Stunden Sitzungsdauer offiziell. Sie bezeichnete die NÖ-Wahl einmal mehr als "mein Match" und "meine Verantwortung".
"Trauriges" Ergebnis
Gusenbauer hatte die Wahlkampf-Analyse im Vorstand als "sehr solidarische, sehr gute Diskussion" dargestellt. Zum Resultat in NÖ hätten "viele Gründe zusammengewirkt", die sich "sehr unangenehm ausgewirkt" hätten. Nach dem "traurigen" Ergebnis könne man "nicht zur Tagesordnung übergehen".
(apa/red)
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