Donnerstag, 13. März 2008

Zahl der gestohlenen Fahrräder gestiegen: Nur jeder 19. Fall konnte geklärt werden

  • Schadenssumme wird auf 12 Millionen Euro geschätzt
  • Stärkste Zunahme gab es mit plus 24 Prozent in OÖ

Die Zahl der Fahrraddiebstähle ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen, berichtete der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Bei rund 23.940 entwendeten Drahteseln konnten nur 5,5 Prozent der Diebstähle aufgeklärt werden. Die Schadenssumme wird auf rund zwölf Millionen Euro geschätzt. Jede dritte Tat wird in Wien verübt. Der VCÖ-Tipp: Das Rad immer mit einem guten Schloss an einem festen Gegenstand absperren.

"Im Durchschnitt werden in Österreich zwischen März und September jeden Tag mehr als 100 Fahrräder gestohlen. Die Chance, ein gestohlenes Fahrrad wieder zurückzubekommen, ist sehr gering", sagte der VCÖ-Sprecher Christian Gratzer in einer Aussendung am Donnerstag. Mit 9,7 Prozent habe Oberösterreich die höchste Aufklärungrate, die wenigsten derartige Delikte werden mit 3,7 Prozent in Kärnten geklärt.

Die stärkste Zunahme an entwendeten Drahteseln gab es mit plus 24 Prozent in Oberösterreich. Salzburg verzeichnete mit minus 18 Prozent den größten Rückgang. Die Anzahl der seit 2000 gestohlenen Räder beträgt mehr als 208.000. "Aneinandergereiht ergibt dies eine Kette, die von Wien nach Klagenfurt reicht", so Gratzer. Um die Diebstahlrate zu vermindern, fordert der VCÖ mehr Fahrradabstellplätze.

(apa/red)

13.3.2008 11:14