Mehr Kompetenzen für 24-Stunden-Pflege: Betreuer dürfen jetzt auch füttern & spritzen
- Nationalrat: Gewerkschafter warnen vor Fehlern
- Vorsorge für Fußball-Europameisterschaft getroffen

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Erste reguläre Sitzung nach Weihnachtspause
·Knapp 5 Prozent beziehen Pflegegeld
Rund zwei Drittel der Empfänger sind Frauen
·Pflege-Fondsgelder stärker beansprucht
Steigende Nachfrage bei Angehörigen-Zuwendung
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Die Kompetenzen der 24-Stunden-Betreuer werden ausgeweitet. Sie dürfen künftig ihre Patienten auch füttern, waschen und ihnen Injektionen verabreichen, sofern sie dafür geschult wurden. Abgelehnt wurde die Novelle von FPÖ und BZÖ, der Chef der sozialdemokratischen Gewerkschafter, Wilhelm Haberzettl, ließ die Abstimmung aus.
FPÖ-Gesundheitssprecherin Belakowitsch-Jenewein begründete ihr Nein damit, dass noch zu viele Fragen offen seien. Zusätzlich bekrittelte sie, dass die 24-Stunden-Betreuer zu wenig ausgebildet seien. Ähnlich lautete die Kritik des BZÖ. Ex-Sozialministerin Haubner vermisste eine Grundausbildung für das Pflegepersonal. Ferner forderte das Bündnis einmal mehr eine Anhebung des Pflegeldes.
Grüne auf Seiten der Koalition
Die Grünen sprangen hingegen der Koalition zur Seite. Gesundheitssprecher Grünewald meinte, man müsse zur Kenntnis nehmen, dass die 24-Stunden-Betreuung nicht alleine Domäne eines spezialisierten Berufs sei. Und bei den medizinischen Tätigkeiten sehe das Gesetz vor, dass diese nur mit entsprechender Schulung vorgenommen werden könnten.
So versicherte auch Gesundheitsministerin Kdolsky, dass der genauen Anleitung und Anweisung des Betreuungspersonals besondere Bedeutung zugemessen werde. VP-Gesundheitssprecher Rasinger sprach von einem gordischen Knoten, der durchschlagen worden sei. SP-Gesundheitssprecherin Oberhauser betonte, dass es sich um ein qualitätsgesichertes Modell handle.
Gleichzeitig mit der Pfleger-Kompetenzerweiterung wurde Vorsorge für die Fußball-Europameisterschaft getroffen. Gesetzlich wurde sichergestellt, dass ausländische Sanitäter als Unterstützungspersonal auch tatsächlich zum Einsatz kommen können.
(apa/red)
