Donnerstag, 13. März 2008

Kriminelles Kleingeld aus der Steiermark:
50-Cent-Fälscherei in Garage sichergestellt

  • Mutmaßlicher Täter hatte Schrotflinte stets griffbereit
  • 2007 wurden 7.768 Blüten in Österreich registriert

Steirische Kriminalisten haben südlich von Graz eine Münzfälscherwerkstatt ausgehoben und vier Steirer verhaftet. Acht nachgemachte italienische 50-Cent-Münzen wurden sichergestellt, Mängel lassen darauf schließen, dass sich die Herstellung der Falsifikate noch im Versuchsstadium befand. Ob gefälschte Münzen in Umlauf gebracht wurden, war noch nicht bekannt.

Bei den Verhafteten handelt es sich nach Angaben von um drei Männer im Alter von 26, 36 und 37 Jahren sowie um den ebenfalls 37-jährigen mutmaßlichen Haupttäter, der bei dem Zugriff durch Kräfte des Einsatzkommandos Cobra eine abgesägte Schrotflinte griffbereit in seinem Schlafzimmer hatte. Das teilte Oberstleutnant Erwin Strametz vom Landeskriminalamt Steiermark am Donnerstag in Wien mit. Zwei der mutmaßlichen Komplizen des früheren Lkw-Fahrers sind so wie dieser ohne Beschäftigung, der dritte arbeitete als Mechaniker.

Die Münzfälscherwerkstatt sei die erste, die nach den Aufzeichnungen des Bundeskriminalamts jemals in Österreich aufgedeckt wurde, sagte Erich Zwettler vom Bundeskriminalamt. Die Vorbereitungen der Täter liefen schon seit geraumer Zeit: Im Sommer 2006 schaffte der Hauptverdächtige eine Stanzmaschine an, die Herstellung der Falschmünzen begann im Frühjahr 2007. Bei den Fälschungen passten abgesehen vom Rohmaterial weder die Ränder, da zu grob gefräst, noch die Prägung. Das sichergestellte Rohmaterial hätte für 1.000 bis 2.000 Münzen gereicht. Soweit bisher bekannt ist, hatten die Täter die Absicht, die falschen Münzen im Ausland gegen richtiges Geld einzuwechseln.

(apa/red)

13.3.2008 12:28