Mittwoch, 12. März 2008

In Kärnten gehen die Uhren ganz anders: Hier muss BZÖ nicht ums Überleben kämpfen

  • SPÖ würde derzeit in Haiders Bundesland verlieren
  • Grüne könnten sich über leichte Zugewinne freuen

Während das BZÖ bei der Niederösterreich-Wahl kaum mehr vorhanden war und auch in den anderen Ländern ums Überleben kämpfen muss, gehen in Kärnten die Uhren völlig anders: Laut einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes IMAS würden Jörg Haiders Orange auch nach der Abspaltung von der FPÖ klar die Nummer 1 und gleich stark werden wie die damals noch geeinte FPÖ bei der Wahl 2004. Die SPÖ müsste hingegen deutliche Verluste hinnehmen, die ÖVP bliebe in etwa unverändert, die Grünen könnten mit leichten Zuwächsen rechnen.

Ein Jahr vor der nächsten Landtagswahl käme das BZÖ mit dem Landeshauptmann an der Spitze laut der von der "Kärntner Krone" in Auftrag gegebenen Umfrage auf 42 bis 44 Prozent der Stimmen, die SPÖ würde hingegen mit 32 bis 34 Prozent einen durchschnittlichen Verlust von 5,4 Prozentpunkten gegenüber ihren zuletzt erzielten 38,4 Prozent erleiden. Für die ÖVP, die 2004 dramatische Verluste hinnehmen musste und nur noch auf 11,6 Prozent gekommen war, sieht IMAS mit neun bis elf Prozent leichte Einbußen.

Leichte Zugewinne für Grüne
Die Grünen könnten sich, wenn am nächsten Sonntag eine Wahl wäre, über leichte Zugewinne freuen, sie kämen auf sieben bis neun Prozent gegenüber 6,7 Prozent im Jahre 2004. Nicht gut schaut es für die FPÖ aus. Während die Blauen unter Haider trotz der Turbulenzen in Knittelfeld zuletzt 42,4 Prozent geschafft hatten, würden sie jetzt unter Franz Schwager auf fünf bis sieben Prozent absacken und damit den Einzug in das Landesparlament wohl nicht schaffen. Bei einer gemeinsamen Kandidatur von Orange und Blau ginge sich hingegen die absolute Mehrheit - zumindest an Mandaten - aus.

Klare Fronten in Sachen Landeshauptmann
Klare Fronten gibt es laut Umfrage auch bei der Frage, wer im Falle einer Direktwahl Landeshauptmann werden sollte: 39 Prozent sprechen sich demnach für den amtierenden Landeschef Haider aus, 22 Prozent für SPÖ-Chefin Gaby Schaunig, zehn Prozent für ÖVP-Obmann Josef Martinz, zwei Prozent für den Grünen Rolf Holub, und weniger als ein Prozent für Schwager.

(apa/red)

12.3.2008 08:59