Ermittlungen nach Explosion fortgesetzt: Kaum Chance auf Überleben der Vermissten
- Ursachen der Explosion in St. Lambrecht noch unklar
- Organische Spuren von Gerichtsmedizin untersucht
Die Ermittlungen und die Suche nach den vermissten Arbeitern im Sprengstoffwerk im obersteirischen St. Lambrecht, wo es zu einer verheerenden Explosion gekommen war, werden fortgesetzt, erklärte der Einsatzleiter des Landeskriminalamtes (LKA), Harald Stranz. Die Hoffnung, die beiden Männer lebend zu finden, seien aber "äußerst gering", hieß es. Die kürzlich entdeckten organischen Spuren werden von der Gerichtsmedizin untersucht.
Der Auftrag an die Gerichtsmedizin werde von der Staatsanwaltschaft Leoben erteilt, erklärte Sprecher Walter Plöbst. Eine DNA-Untersuchung soll klären, ob die Funde von den beiden Vermissten stammten, so Stranz. Indessen wird am Unfallort weiterhin ermittelt, wobei sich die Arbeit schwierig gestalte, da "alles eingestürzt" sei und behutsam vorgegangen werden müsse, meinte der LKA-Beamte. Spürhunde sollen auch wieder zum Einsatz kommen. Insgesamt seien fünf Experten der Brandgruppe, einige Spurensicherer und drei Hundeführer an Ort und Stelle, so Stranz.
Einige der verletzten Arbeiter, die sich zum Explosionszeitpunkt in Nebengebäuden befunden hatten, wurden bereits einvernommen. Sie berichteten, einen "Klescher" gehört zu haben und teilweise von der Druckwelle umgeworfen worden zu sein. Teile seien durch die Luft geflogen und hätten sie teilweise getroffen. Einige der Arbeiter seien aus Angst vor einer weiteren Explosion in den Wald geflüchtet oder in Deckung gegangen, schilderte Stranz die Aussagen der geschockten Mitarbeiter.
Walter Plöbst zufolge habe der Sachverständige des Innenministeriums noch kein Gutachten erstellt und die Fertigstellung werde noch einige Tage dauern. Die Unfallursache liegt daher noch immer im Dunkeln.
(APA/red)

