Radfahrboom: Immer höhere Spritpreise lassen Österreicher in die Pedale treten
- Dank Drahtesel 299.000 Tonnen CO2 eingespart
- Forderung nach besseren Bedingungen für Radler
Österreicher treten immer häufiger in die Pedale: Im Vorjahr wurden im Alltag 1,62 Milliarden Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt, 2006 waren es noch 1,4 Milliarden. Das ergab eine Untersuchung des Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Dabei seien 299.000 Tonnen CO2 eingespart worden, so VCÖ-Experte Martin Blum.
Österreich erlebe seit einigen Jahren einen Radfahrboom: Im Jahr 2000 wurden noch 1,1 Milliarden Kilometer im Alltag geradelt, 2005 bereits 1,3 Milliarden. "Die Erhöhung der Spritpreise, das wachsende Gesundheits- bewusstsein und die Klimaschutzdiskussion regen zum Umstieg auf das Fahrrad an", erklärte Blum. "In der Stadt Salzburg werden fast 20 Prozent der Alltagswege mit dem Rad gefahren, in Vorarlberg wird mehr als doppelt so viel Rad gefahren wie im Österreich-Durchschnitt."
Auch sei es gelungen, Bedingungen für das Radfahren zu verbessern. Der VCÖ forderte eine weitere Verbesserung durch mehr verkehrsberuhigte Zonen im Ortsgebiet, Radwege entlang von Freilandstraßen und mehr Parkplätze für Fahrräder.
(apa/red)
