Freitag, 7. März 2008

Staubsaugen senkt die Allergenbelastung:
Allergiker-Leidensdruck deutlich gemindert

  • Mehr Krankheitsauslöser bei Rauchern & Tierhaltern
  • Belastung bei Haushalten mit Kindern ist eher gering

Ein übermäßiger Einsatz chemischer Putzmittel in der Spätschwangerschaft und den ersten Lebensmonaten von Kindern erhöht das Risiko für asthmatische Störungen und eine geringere Lungenfunktion des Nachwuchses. Darauf hat der Bundesverband der Pneumologen unter Berufung auf eine neue Studie hingewiesen. Umgekehrt könnten gründliches Staubsaugen von Böden und Polstern sowie regelmäßiges Lüften der Räume und des Bettzeuges den Leidensdruck von Allergikern deutlich senken.

Laut einer weiteren amerikanischen Untersuchung findet sich die höchste Belastung mit Allergieauslösern in den Haushalten von Raucher und Tierbesitzern sowie in feuchten Wohnungen. Demgegenüber ist die Belastung in Haushalten mit Kindern eher niedrig. "Das lässt sich möglicherweise damit erklären, dass in Haushalten mit Kindern regelmäßiger und öfter saubergemacht wird oder dass die Reinigung eines Haushalts mit Rauchern oder Haustieren einen weitaus größeren Aufwand erfordert", erklärt der Ulmer Lungenfacharzt Michael Barczok.

Allergieauslöser wie Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmelpilzsporen kommen nach Angaben des Pneumologen selbst in den reinlichsten Haushalten vor. Schon kleinste Mengen dieser Allergene könnten bei Allergikern eine deutliche Verschlechterung der Erkrankung bis hin zu einem lebensbedrohlichen Asthma-Anfall auslösen. In Wohnungen mit einer hohen Allergen-Belastung haben Allergiker laut Barczok bis zu 80 Prozent häufiger an gesundheitlichen Beschwerden zu leiden.

(apa/red)

7.3.2008 14:00