Hörschäden bereits nach einer Disconacht:
Jugendliche finden Ohrstöpsel unattraktiv
- Hörschutz schmälert den Musikgenuss keineswegs
- Nur schädigende Frequenzen werden herausgefiltert

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Schon nach einer Nacht in einer Disco sind bei rund 90 Prozent der Gäste erste Anzeichen einer Hörschädigung feststellbar. Dies ergab eine Untersuchung britischer Wissenschafter im Auftrag des Nationalen Königlichen Instituts für Gehörlose (RNID). Wie die Organisation bestätigte, nahmen an der Untersuchung rund 1.400 junge Menschen in Großbritannien zwischen 16 und 30 Jahren teil. Davon trügen nur drei Prozent regelmäßig Ohrstöpsel. Viele fanden den Gehörschutz zu medizinisch oder unattraktiv.
Daher will die Wohltätigkeitsorganisation einen Wettbewerb zum Entwurf von Ohrstöpseln ausschreiben, die vor allem Jugendliche ansprechen sollen. RNID-Sprecherin Emma Harrison forderte außerdem eine bessere Aufklärung der Jugendlichen. Die herkömmliche Meinung, dass Ohrstöpsel den Musikgenuss schmälerten, sei unwahr. Die Musik werde lediglich gedämpft und schädigende Frequenzen herausgefiltert.
(apa/red)
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