Donnerstag, 6. März 2008

Blaulichteinsatz am CeBIT-Messegelände:
Produktpiraten stehen im Visier der Polizei

  • Aussteller unter Verdacht der Patentrechtsverletzung
  • Verdächtigte Standbetreiber größtenteils kooperativ

Auf der weltgrößten Computer-Messe CeBIT in Hannover haben Polizei und Staatsanwaltschaft zu einem umfangreichen Schlag gegen mutmaßliche Produktpiraten ausgeholt. Es bestehe der Verdacht der Patentrechtsverletzung, sagte ein Polizeisprecher.

Die Behörden haben auf der Computermesse CeBIT in Hannover 51 Ausstellerstände durchsucht. Die Aktion mit drei Staatsanwälten und mehr als 180 Beamten von Polizei und Zoll sie die bisher größte auf der Technikschau gewesen, teilten die Behörden mit. Die Großrazzia fand bereits zuvor statt. Hintergrund ist laut der Mitteilung die seit Jahren steigende Zahl von Strafanzeigen von Patentrechteinhabern vor der CeBIT. Die verletzten Patentrechte beziehen sich vor allem auf Musikspieler, Fernsehempfangsgeräten, CD- und DVD-Rohlinge sowie DVD-Spieler.

Bei der Durchsuchung wurden Geräte, Unterlagen und Werbematerial in 68 Umzugskartons sichergestellt. Bei den Geräten handelte es sich vor allem um Mobiltelefone, Navigationsgeräte, elektronische Bilderrahmen, Flachbildgeräte sowie elektronisches Zubehör, wie die Polizei mitteilte. Neun Personen wurden erkennungsdienstlich behandelt. Laut Polizei verhielten sich die Standbetreiber überwiegend kooperativ, lediglich einer weigerte sich und wurde zur Messewache gebracht. (apa/red)

6.3.2008 17:01