Freitag, 7. März 2008

Lebensmittelhandel legte 2007 um 5,3 % zu: Vor allem die Billig-Diskonter boomen!

  • 85 Prozent der Haushalte kaufen bei Diskontern ein
  • Auch Bio-Markt ist gewachsen: 6 Prozent Marktanteil

Der heimische Lebensmittelhandel ist 2007 deutlich gewachsen. Insgesamt haben die Österreicher im Vorjahr 5,03 Mrd. Euro für frische Lebensmittel ausgegeben, was einem Plus von 5,3 Prozent entspricht. Von dieser Entwicklung würden vor allem die Diskonter profitieren, so das Ergebnis der aktuellen RollAMA-Analyse, die präsentiert wurde.

Der beliebteste Einkaufsort der Österreicher ist laut AMA nach wie vor der klassische Lebensmitteleinzelhandel. 2007 haben mehr als 65 Prozent der Bevölkerung bei Billa, Spar & Co ihre Einkäufe getätigt (2006: 66,6 Prozent). Rund 20 Prozent der Österreicher haben im Vorjahr ihre Lebensmittel bei Hofer oder Lidl gekauft (2006: 19,4 Prozent). Der Umsatzanteil der Diskonter machte 29 Prozent aus, jener von Spar und Billa kam auf 45,6 Prozent. Der Umsatzanteil großflächiger Lebensmittelhändler wie Merkur oder Interspar betrug 15,5 Prozent.

Trend zum Diskont
Der Trend zum Diskont lasse sich auch am Einkaufsverhalten der Österreicher feststellen. 85 Prozent der Haushalte kaufen laut AMA zumindest einmal pro Quartal bei einem Diskonter. Auch die Einkaufsmenge pro Jahr und Haushalt, die in einem Diskonter bezogen werde, steige an. Als Hauptgrund für diese Entwicklung führt die AMA die Flächenexpansion der Diskonter an. Seit 2003 habe sich die Anzahl der Diskontfilialen um 230 erhöht, während der restliche Lebensmittelhandel nur 130 Filialen eröffnet habe.

Auch der Fleischkonsum der Österreicher nahm im Vorjahr zu. Insgesamt wurden 40 Mio. Kilo Schweinefleisch verkauft (+5,2 Prozent). Rind- und Kalbfleisch konnte auf 18 Mio. Kilo zulegen (+9 Prozent). Der Absatz von Faschiertem und vorbereitetem Fleisch erhöhte sich um 8,3 Prozent auf 20,8 Mio. Kilo. Nach dem leichten Einbruch 2006 steigerte sich auch der Geflügel-Konsum auf fast 38 Mio. Kilo.

Ebenfalls gewachsen ist der Bio-Markt. Mengenmäßig hält er einen Anteil von sechs Prozent, wertmäßig von 5,2 Prozent. Das Wachstum zieht sich dabei durch alle Warengruppen. (APA/red)

7.3.2008 09:01