18,8 Mrd. Euro fließen in Bahn und Straße:
Umfangreicher Verkehrsausbau geplant
- Regierung beschließt Bauprogramm bis ins Jahr 2013
- Zehn Projekte werden vorgezogen, drei verschoben

Das Ausbauprogramm für Bahn und Straße bis 2013 ist im Ministerrat beschlossen worden. In den nächsten sechs Jahren sollen 18,8 Milliarden Euro investiert werden, sagte Verkehrsminister Faymann. Zehn Bahnprojekte würden nun schneller umgesetzt, drei würden ein wenig verzögert. Dazu kommen im Bahnbereich drei und bei den Schnellstraßen vier neue Projekte.
Die neuen Schnellstraßen sollen allesamt in Niederösterreich und dem Burgenland entstehen, bei der Bahn wiederum sollen jährlich durchschnittlich 60 Millionen Euro zusätzlich für die Beseitigung von Langsamfahrstellen freigemacht werden.
"Gute Zusammenarbeit"
Nach den schweren Konflikten zwischen SPÖ und ÖVP nutzte Faymann die gemeinsam mit Finanzminister Molterer ausgearbeitete Ministerratsvorlage, um die Kooperation in der Koalition zu beschwören. "Er sei sehr dankbar für die gute Zusammenarbeit", so der SPÖ-Koalitionskoordinator.
Verkehrsinvestitionen
Im Detail sollen 2008 bis 2013 rund 10,7 Mrd. Euro in den Ausbau der Bahn und 8,1 Mrd. Euro in den Autobahn- und Schnellstraßenausbau investiert werden, geht aus dem Ministerratsvortrag hervor, der der APA vorliegt. Beschleunigt werden der Neubau des Lainzer Tunnels, des Bahnhofs Stadlau und der Neuverbindung Wien-St. Pölten, der Ausbau von Wels-Passau, Lambach-Breitenschützing, der Tauernsüdrampe, St. Magarethen-Lauterach und des Bereichs Zeltweg, ein neues Bahn- Stromwerk in Timelkam und der Austausch der Salzburger Angerschluchtbrücke.
Semmering-Bahntunnel
Eine einjährige Verzögerung gibt es aufgrund der Erweiterung der Projekte beim Bahnhof Wien Meidling und beim Westbahn-Teilstück Linz- Kleinmünchen sowie bei der Erweiterung der Franz-Josefs-Bahn im Bereich Absdorf-Hippersdorf. Weiter in dem verabschiedeten Rahmenplan enthalten ist trotz bevorstehender Niederösterreich-Wahlen auch der Semmering-Bahntunnel mit einem Kostenpunkt von 333,5 Mio. Euro.
(apa/red)

