Samstag, 8. März 2008

Portsmouth wirft Manchester aus dem Cup:
Elfer beschert ersten Auswärtssieg seit 1957

  • Goalie Kuszczak nach Torraub vom Platz gestellt
  • Chelsea blamiert sich beim Zweitligisten Barnsley

Für den englischen Fußball-Meister Manchester United ist der Traum vom ersten "Treble" seit 1999 geplatzt. Die Truppe von Sir Alex Ferguson verlor im FA-Cup-Viertelfinale vor eigenem Publikum überraschend gegen Portsmouth 0:1. Den entscheidenden Treffer erzielte Muntari in der 78. Minute aus einem Elfmeter und sorgte damit für den ersten Auswärtssieg seines Clubs gegen die "Red Devils" seit 1957. Auch Chelsea ist draußen, die Blues mussten sich Zweitligisten Barnsley geschlagen geben.

Der Strafstoß entsprang der praktisch einzigen ernstzunehmenden Offensiv-Aktion der Gäste in der zweiten Hälfte. Nach einem Konter wurde der eingewechselte Baros von ManU-Goalie Kuszczak, der nach der Pause für den verletzten Van der Sar gekommen war, zu Fall gebracht. Der Pole sah dafür die Rote Karte, und weil die ansonsten drückend überlegenen Hausherren ihr Austauschkontinent bereits erschöpft hatten, schlüpfte Verteidiger Ferdinand ins Goalie-Trikot. Beim Elfer war der englische Teamspieler allerdings chancenlos.

Auch Chelsea out
Nach Manchester United musste sich auch Titelverteidiger Chelsea im FA-Cup-Viertelfinale verabschieden. Die "Blues" unterlagen Zweitligist Barnsley vor 22.410 Zuschauern im Oakwell-Stadium sensationell 0:1. Kayode Odejayi bzwang Chelsea-Goalie Carlo Cudicini in Minute 66 per Kopf und stellte damit den Überraschungssieg sicher.

Barnsley hatte bereits im Achtelfinale mit Liverpool einen weiteres Top-Club der Premier League ausgeschaltet. Zum bis dato letzten Mal hatte der Club aus South Yorkshire im Jahr 1912 das FA-Cup-Semifinale erreicht. Damals holte Barnsley auch zum bisher einzigen Mal die Trophäe.
(apa/red)

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8.3.2008 20:55