Umstrittenes 2:1 für Rapid gegen Sturm: Besonders schwache Schiedsrichter-Leistung
- Referee Einwaller fällte eklatante Fehlentscheidungen
- Jakob Jantscher & Samir Muratovic sahen Gelb-Rot

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Der SK Rapid hat nach einem glücklichen 2:1-(1:1)-Heimerfolg gegen Sturm Graz im Spiel der 28. Bundesliga-Runde die Tabellenführung übernommen. In einer von Schiedsrichter-Fehlentscheidungen geprägten Partie stellte Steffen Hofmann aus einem Elfmeter (82.) den Sieg der Grün-Weißen sicher, Mario Bazina (35.) hatte zuvor die Führung der Grazer durch Thomas Krammer (30.) ausgeglichen. Mit Jakob Jantscher und Samir Muratovic sahen zwei Sturm-Kicker Gelb-Rot.
Für Winterkönig Sturm sind die Titelträume nach der vierten Niederlage in der fünften Frühjahrspartie wohl beendet. Als Fünfter liegen die Steirer bereits acht Punkte hinter Rapid.
Schiedsrichter-Diskussion
20 Minuten dauerte das Abtasten im mit 17.500 Zuschauern ausverkauften Hanappi-Stadion, in denen die Schiedsrichter-Diskussion nach einem von Referee Thomas Einwaller zu Unrecht wegen angeblichem Abseits aberkannten Krammer-Treffer (7.) erneut angefacht wurde. Ein Lattenschuss des anstelle von Salmutter (verletzt) aufgebotenen Jantscher (26.) nach Patzern von Patocka und Thonhofer leitete jedoch eine bis zum Pausenpfiff unterhaltsame Partie ein.
Nachdem Rapid durch Maierhofer (29.) die erste Großchance ungenutzt ließ, schlugen die kombinationsstarken Grazer zu: Krammer verwertete die ideale Vorarbeit des quirligen Jantscher. Rapid wirkte angeschlagen, ein Fehler der Sturm-Defensive ebnete den Hütteldorfern jedoch den Ausgleich. Kienzl und Muratovic ließen nach einem Sturm-Eckball im Doppelpack die Chance auf das 2:0 ungenutzt, den Abschlag von Payer ließ Prettenthaler passieren, Bazina verwertete im Alleingang zum 1:1.
Umstrittener Ausschluss
Ein umstrittener Ausschluss leitete eine Rapid-Drangperiode bis zum Seitenwechsel ein: Der bereits in der zweiten Spielminute verwarnte Jantscher sah nach einem Dutzend-Foul an Thonhofer Gelb-Rot (37.). Rapid witterte die Chance auf die Führung, Maierhofer (42.) setzte per Kopf neben das Tor, einen Bazina-Schuss (45.) lenkte Sonnleitner gerade noch über die Latte.
Mit einem Mann weniger schien der Winterkönig aus der Steiermark mit dem Punkt zufrieden und verlegte sich auf das Konter-Spiel, das durch einen Stangenschuss von Prettenthaler (79.) fast noch gekrönt worden wäre. Rapid-Coach Peter Pacult setzte die Tabellenführung vor Augen auf Angriff und brachte mit Hoffer und Korkmaz anstelle von Boskovic und Kavlak frische Offensiv-Kräfte.
Weitere eklatante Fehlentscheidung
Eine weitere eklatante Fehlentscheidung ebnete Rapid jedoch den Sieg. Prettenthaler riss den durchbrechenden Hoffer noch klar vor dem Strafraum nieder, der unsichere Tiroler Referee Einwaller entschied dennoch auf Elfmeter, den sich Hofmann (82.) nicht entgehen ließ. Bei Sturm lagen nun die Nerven blank, Muratovic sah nach Ballwegschlagen und Reklamieren die zweite Gelb-Rote Karte an diesem Abend. Die mitgereisten Sturm-Fans quittierten die Partie mit "Wiener Mafia"-Gesängen.
SK Rapid - SK Sturm Graz 2:1 (1:1).
Hanappi-Stadion, 17.500.
Torfolge: 0:1 (30.) Krammer
1:1 (35.) Bazina
2:1 (82.) Hofmann (Elfmeter)
Rapid: Payer - Thonhofer, H. Eder, Patocka, Katzer - Hofmann,
Kulovits, Boskovic (67. Hoffer), Kavlak (71. Korkmaz) - Maierhofer,
Bazina
Sturm: Gratzei - Lamotte, Prödl, Sonnleitner, Prettenthaler -
Krammer (67. Kreimer/84. Peric), Kienzl, Säumel (88. Stankovic),
Jantscher - Haas, Muratovic
Gelb-Rote Karte: Jantscher (37./Foulspiel), Muratovic
(86./Reklamieren)
(apa/red)
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