'Wir spielen gegen 14 Mann': Austria hadert nach 0:0-Remis gegen LASK mit dem Referee
- Zellhofer nach nicht gegebenem Abseitstor wütend
- Linzer mit Punkt zufrieden: "Die Austria war besser"
·Salzburg freut sich über Remis in Wien
Kein Sieger und kein Tor bei Austria gegen LASK
·UMFRAGE: Welches Team holt den Titel?
Salzburg von Austria
oder Rapid zu stoppen?
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Erwischt es Neulinge oder
einen etablierten Verein?
Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Mit dem 0:0 verpassten sowohl die Wiener Austria, als auch LASK Linz im ersten von zwei direkten Duellen innerhalb von vier Tagen den Sprung an die Tabellenspitze, die sich nach drei Runden Pause wieder Meister Red Bull Salzburg sicherte. Aufreger des Abends im Horr-Stadion war jedoch wieder einmal eine Fehlentscheidung eines Schiedsrichters und ein wegen Abseits nicht gegebenes Kopftor von Austria-Stürmer Hannes Aigner.
Deutliche Worte fand Sturm-Partner Sanel Kuljic, der nach dem Schlusspfiff der Kabine des Vorarlberger Referees Thomas Gangl einen Besuch abstattete. "Wir spielen gegen 14 Mann und das nicht zum ersten Mal. Es soll nicht immer uns erwischen, das sind Entscheidungen, die Punkte kosten", erklärte Austrias Goalgetter verärgert. Fair blieb LASK-Coach Karl Daxbacher, der von einem "regulären Treffer" sprach, gleichzeitig aber ausgeglichene Gerechtigkeit sah: "Auch Mayrleb ist in einer Szene einmal nicht im Abseits gestanden."
Drittes Remis in dieser Saison
Zum dritten Mal trennten sich die beiden Traditionsteams in dieser Saison mit einer Punkteteilung, haderten die klar spielbestimmenden, aber ungefährlichen Violetten mit der vergebenen Chance auf den siebenten Saison-Heimsieg. "Der LASK, besonders die Innenverteidigung mit Baur und Hoheneder, war defensiv sehr gut eingestellt. In der zweiten Spielhälfte haben wir phasenweise sehr gut gespielt, der entscheidende Pass hat aber gefehlt", analysierte Austria-Trainer Georg Zellhofer. "Dann kam noch diese ominöse Szene mit dem aberkannten Tor aberkannt. Das sind die 'Big points', die uns dann fehlen." Augenscheinlich war aber auch, dass die große Stärke der Austria bei Standardsituationen im Strafraum der Linzer verpuffte.
Vastic ließ böse aus
Dass der LASK, der erstmals im Frühjahr Zähler liegenließ, nicht zufällig im Titelrennen steht, bewies dessen Gefährlichkeit im Konter. Ausgerechnet Routinier Ivica Vastic ließ im Duell mit Austria-Torhüter Safar jedoch die beste Chance im Spiel und damit den ersten Sieg der Schwarz-Weißen in Wien-Favoriten seit knapp zehn Jahren ungenutzt. "Ich hatte eine Hundertprozentige, auch Ende der ersten Spielhälfte hatten wir eine wirklich gute Möglichkeit (durch Saurer, Anm.). Dass es schwer wird in Wien, haben wir gewusst, aber wir haben das 0:0 gehalten", war der Altstar mit violetter Vergangenheit trotzdem zufrieden.
Routiniers erlitten k.o.
Ob der routinierte Sturm der Oberösterreicherin Linz zur Verfügung steht, blieb jedoch offen. Vastic plagt eine Bauchmuskelzerrung, Mayrleb erhielt einen Schlag in die Kniekehle und musste ebenfalls ausgetauscht werden. Bis auf diesen möglichen Wermutstropfen blickt der Aufsteiger mit Zuversicht dem Aufeinandertreffen in Linz entgegen. "Mit 10 Punkten aus den ersten vier Frühjahrssielen bin ich sehr zufrieden", sagte Daxbacher, der einst für Austria gespielt hat und für die Wiener auch als Amateur-Trainer tätig war.
"Die Austria war besser und gefährlicher als wir. Das 0:0 war glücklich", meinte Mittelfeld-Rackerer Jürgen Panis und Daxbacher ergänzte: "Wir haben nicht vorgehabt, so defensiv zu spielen. Man hat gemerkt, dass die Austria die bessere und reifere Mannschaft ist. Wie auch bei Rapid (4:4, Anm.d.R.) haben wir nur reagieren und nicht agiert, das fehlt uns zu den großen Mannschaften".
(apa/red)
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