Lanzinger befindet sich in gutem Zustand: Mindestens 1 Woche stationäre Behandlung
- Danach Rehabilitation in Bad Hering für 2-3 Monate
- Arzt Resch: Wichtig ist nun Stärke von Angehörigen

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Matthias Lanzinger befinde sich den Umständen entsprechend in gutem Zustand und liege derzeit auf der Wachstation. Seine Blutwerte seien gut, fast im Normalbereich, er habe kein Fieber, der Blutdruck sei normal und der Kreislauf in Ordnung. Der Stumpf sehe sehr gut aus, und der 27-Jährige habe wenig Schmerzen, so sein behandelnder Arzt Resch.
"Er klagt nicht, aber er ist auch jemand, der nicht klagt." Das sage aber nichts aus, ob es ihm tatsächlich psychisch gut geht - aus ärztlicher Sicht sei Lanzinger aber in gutem Zustand.
Zunächst bleibe der Salzburger eine Woche bis zehn Tage in stationärer Behandlung, dann werde er nach Bad Hering überstellt, wo seine Rehabilitation nach zwei bis drei Monaten abgeschlossen sein werde. Phantomschmerzen seien meistens vorhanden, wenig oder stark und besonders wetterabhängig. Zum Glück gebe es aber heutzutage schon gute Medikamente, so der Primar.
Wichtig sei nun, dass seine Angehörigen - vor allem die Mutter, seine Schwester und seine Lebensgefährtin Eva so viel wie möglich bei ihm wären. Jedenfalls könnten sie jederzeit zu ihm, so Resch. Seinen Angehörigen gehe es ganz gut, die "Mutter ist froh, dass er überlebt hat".
"Es war eine turbulente Zeit, denn die Situation von Matthias war lebensbedrohlich", stellte ÖSV-Herrenchef Toni Giger bei dem Pressegespräch fest. Matthias sei ein starker Mann, aber für die Mannschaft wäre es nicht einfach. Viele von ihnen wären 17 bis 18 Jahre zusammen mit ihm gewesen, einige sogar Zimmerkollegen. Er sei sich sicher, dass einige Läufer nach dem Unfall über das Aufhören nachgedacht hätten. Der Skisport sei ein Risikosport, man wolle ihn sicherer, gleichzeitig aber auch attraktiver machen - "das ist eine Gratwanderung".
Als er in Norwegen aus der Narkose aufgewacht sei, wäre Lanzinger froh gewesen, "Evi, Markus und mich zu sehen". Er habe damals schon über den Sturz und Ablauf gesprochen und spricht auch über seine Zukunft und wolle heuer ein Haus bauen, berichtete der ÖSV-Herrenchef.
"Die Erstversorgung ist eine medizinische Frage, aber ich bin der Meinung, dass sie in Norwegen etwas lange gedauert hat. Ich wünsche mir, dass der Transport zukünftig so schnell wie möglich funktioniert", sagte Giger. Bei Mario Scheiber habe es sei nach seiner Verletzung in Schladming nicht einmal eine Stunde gedauert, bis er in Salzburg war, betonte der ÖSV-Herrenchef. "Eine Versorgung wie in Österreich ist weltweit selten zu finden - und wir kommen viel herum." Ein solcher Standard wie in Österreich sollte weltweit zur Verfügung stehen, schloss Giger.
(apa/red)
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