Freitag, 7. März 2008

55 Millionen Dollar allein im Februar: Neuer Spendenrekord für Senator Barack Obama

  • Kein Kandidat hat je mehr in einem Monat lukriert
  • Betrugsvorwürfe gegen Ex-Unterstützer wurden laut

Trost für Barack Obama: Nach seiner Niederlage bei den Vorwahlen in Texas und Ohio gegen Hillary Clinton konnte der US-Präsidentschaftsanwärter einen neuen Spendenrekord bekanntgeben. Allein im Februar habe er 55 Millionen Dollar (35,9 Mio. Euro) an Wahlkampfspenden erhalten, schrieb der Senator in einem E-Mail an Anhänger.

Das sei mehr, als je ein Kandidat zuvor in einem einzigen Monat eingenommen habe. Obamas Konkurrentin Clinton kam im Februar auf 35 Millionen Dollar. Der weitaus größte Teil der Summe für Obama, 45 Mio. Dollar, wurde nach Angaben seines Wahlkampflagers online gespendet. Mehr als die Hälfte aller Spenden bestand aus Kleinbeträgen von unter 25 Dollar.

Betrugsvorwürfe gegen Ex-Unterstützer
Die US-Staatsanwaltschaft hat unterdessen schwere Betrugsvorwürfe gegen einen früheren Unterstützer und Geschäftspartner von Obama erhoben. In ihrem Eröffnungsplädoyer im Betrugsverfahren vor einem Bundesgericht in Chicago warf die Anklage dem Geschäftsmann Antoin "Tony" Rezko vor, Amtsträger bestochen und seine Beziehungen zu Politikern betrügerisch zum eigenen Vorteil ausgenützt zu haben.

Obama wird in dem Verfahren kein strafbares Verhalten vorgeworfen. Das Verfahren gegen seinen früheren Bekannten Rezko ist für ihn im Wahlkampf aber peinlich.

Clinton hatte nach Siegen bei Vorwahlen in drei von vier Bundesstaaten den Siegeszug des schwarzen Senators gebremst. Beide Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur trennen allerdings weniger als 100 der entscheidenden Delegiertenstimmen. Die nächste Vorwahl der Demokraten findet in Wyoming statt.

(apa/red)

7.3.2008 08:50