"Hat unglaublichen Mut & Stärke bewiesen":
Bush sichert McCain seine Unterstützung zu
- Noch regierender US-Präsident: "Er wird gewinnen"
- Treffen im Weißen Haus der beiden Republikaner

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US-Präsident George W. Bush hat seinem einstigen Parteirivalen John McCain erstmals offiziell seine Unterstützung zugesichert. McCain habe in seinem Wahlkampf "unglaublichen Mut und Stärke bewiesen", und das seien Charakterzüge, die ein Präsident brauche, sagte Bush im Beisein des Senators aus Arizona im Rosengarten des Weißen Hauses.
McCain werde der nächste Präsident der Vereinigten Staaten sein, sagte Bush. "Er wird gewinnen." Bush empfing den 71-jährigen Senator und dessen Frau Cindy im Weißen Haus zu einem Arbeitsessen. Der Besuch begann für Bush sehr ungewohnt: Er musste auf seine Gäste warten. Währenddessen tänzelte er für die anwesenden Reporter umher und unterhielt sich mit einigen.
Im Anschluss an ihr Zusammentreffen im Rosengarten des Weißen Hauses erklärte Bush, McCain sei jemand, der im Angesicht von Gefahren nicht weglaufe. Während er bald auf seiner Ranch in Crawford die Füße hochlegen werde, werde McCain Präsident sein. "Er wird an diesem Schreibtisch sitzen und über Krieg und Frieden entscheiden", sagte Bush über den Vietnamkriegsveteranen.
Bedingungslose Unterstützung zugesagt
Er versprach dem Kandidaten seine bedingungslose Unterstützung. Wenn dieser es wünsche, werde er ihn mit Freude im Wahlkampf unterstützen, auch um Spendengelder einzutreiben. McCain sagte, in Staaten wie Texas, Bushs Heimatstaat, könne dessen Unterstützung im Wahlkampf hilfreich sein. Auf die Frage, ob er McCains Kampagne wegen seiner schlechten Beliebtheitswerte nicht stören werde, reagierte Bush gelassen. "Es geht da nicht um mich." Er habe seinen Teil getan. Bush scheidet zum Jahresende aus dem Amt.
Vor wenigen Jahren waren die beiden noch erbitterte Rivalen: McCain hatte sich bereits 2000 um die Präsidentschaftskandidatur beworben, damals aber gegen Bush verloren. McCain stimmte im Senat wiederholt an der Seite der Demokraten ab. Der Senator kritisierte auch immer wieder die Politik der Regierung Bush, zum Beispiel wegen des Gefangenenlagers in Guantanamo.
McCain hatte sich am Dienstag nach Siegen bei Vorwahlen in vier US-Bundesstaaten endgültig die Nominierung seiner Partei gesichert. Der 71-Jährige übersprang die Schwelle von 1191 Delegiertenstimmen, die dafür auf dem Parteitag der Republikaner im September notwendig sind. Die US-Präsidentenwahl findet am 4. November statt.
(apa/red)
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