Clinton gewinnt Vorwahl in Ohio und Texas: Nach Mini-Super-Tuesday wieder alles offen
- ABER: Obamas Vorsprung bleibt fast unverändert
- John McCain steht als republikanischer Kandidat fest

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Mit drei Siegen bei vier Vorwahlen hat Hillary Clinton ihre Hoffnungen auf die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten am Leben erhalten. Mit den Erfolgen gelang ihr das erhoffte Comeback über ihren Konkurrenten Barack Obama, der zuletzt elfmal in Folge gewonnen hat. Ob Clinton damit aber den Durchbruch geschafft hat, ist weiter offen, denn Obamas Vorsprung bei den Delegiertenstimmen bleibt fast unverändert. Bei den Republikanern hingegen sicherte sich der 71-jährige Senator John McCain endgültig die notwendigen Delegiertenstimmen für die Nominierung.
Clinton gewann die Vorwahlen in Rhode Island, vor allem aber in den bevölkerungsreichen Staaten Ohio und Texas. Die New Yorker Senatorin kündigte in Ohio an, sie werde ihre Kampagne fortsetzen und die Nominierung der Demokraten gewinnen. Senator Obama aus Illinois war in Vermont erfolgreich und konnte nach vorläufigen Ergebnissen auch die Parteiversammlungen in Texas, in denen ein Drittel der dortigen Delegierten festgelegt werden, für sich entscheiden.
Clinton kam in Ohio auf rund 54 Prozent, in Texas auf knapp 51 Prozent und auf 58 Prozent in Rhode Island. Obama kam in Vermont auf 60 Prozent. Clinton gewann mindestens 115 Delegiertenstimmen, Obama mindestens 88. Weitere rund 170 Stimmen waren zunächst noch nicht vergeben, darunter mehr als 150 in Texas. Insgesamt stand die Senatorin laut CNN damit bei vorerst 1.365 Delegiertenstimmen, Obama kam auf 1.451.
Nach ihrem Triumph rief Clinton jubelnden Anhängern zu, der "historische Kampf" um die demokratische Nominierung fange jetzt erst richtig an. Aber auch Obama, der nach wie vor die meisten Delegierten für den Nominierungsparteitag hinter sich hat, gab sich siegessicher: "Wir werden die Nominierung erringen." Nachdem er bei den letzten elf Vorwahlen gewinnen konnte, ist nun der Ausgang des Zweikampfs um die demokratische Nominierung wieder völlig offen, meinten Kommentatoren. Führende Politiker der Demokraten hatten bereits zuvor Sorge geäußert, dass eine Fortsetzung des Duells die Partei vor eine Zerreißprobe stellen könnte.
(apa/red)
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