China meldet Schlag gegen Terroristen:
Ziel waren die Olympischen Spiele in Peking
- Terrorverdächtige in Xinjiang verhaftet oder getötet
- Beweismaterial gefunden: "Ihr Ziel war eindeutig"

Die Behörden in China haben nach eigenen Angaben Anschlagspläne gegen die Olympischen Spiele im Sommer aufgedeckt und zwei Verdächtige getötet. Extremisten aus der mehrheitlich muslimischen Region Xinjiang im Nordwesten des Landes hätten einen Anschlag auf die Spiele vorbereitet, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf den Chef der Kommunistischen Partei in Xingjiang. Bei einem Polizeieinsatz Ende Jänner seien zwei Verdächtige in Urumqi, der Hauptstadt der Region, getötet worden. 15 weitere Verdächtige seien festgenommen worden.
"Die Olympischen Spiele im August sind ein wichtiges Ereignis, aber es finden sich immer Menschen, die sich verschwören, um zu sabotieren", sagte der örtliche Parteichef Wang Lequan. "Ihr Ziel war eindeutig", fügte er hinzu. Bei einer Razzia in der Provinzhauptstadt Urumqi sei am 27. Jänner Beweismaterial beschlagnahmt worden, das geplante Sabotageakte auf die Olympischen Spiele im August belege.
Nach Angaben von Xinhua standen die Verdächtigen in Verbindung mit einer von den Vereinten Nationen als terroristisch eingestuften Organisation, der Islamischen Bewegung Ostturkistan (ETIM). In Xinjiang gibt es eine separatistische Bewegung der zumeist islamischen Uiguren, die dort etwa 45 Prozent der Bevölkerung stellen.
Zugleich erklärten die chinesischen Behörden, am Freitag sei ein Anschlag auf ein Flugzeug auf dem Weg von Urumqi nach Peking vereitelt worden. Die Maschine der Linie China Southern Airlines musste in Lanzhou notlanden, weil "bestimmte Menschen versuchten, eine Katastrophe in der Luft zu verursachen". Die Besatzung habe die Angreifer jedoch überwältigen können, und alle Passagiere seien unbeschadet davon gekommen, erklärte der Gouverneur von Xinjiang, Nur Bekri, vor Journalisten in Peking. Weitere Details zu dem Vorfall wurden zunächst nicht bekannt.
(apa/red)
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