Gestohlenes Strindberg-Gemälde wieder aufgetaucht: Bei Drogenrazzia entdeckt
- Stockholm: Zwei verdächtige Hehler jetzt in Haft
- Strindberg malte "Die Nacht der Eifersucht" 1893

Ein gestohlenes Gemälde des schwedischen Schriftstellers und Malers August Strindberg (1849-1912) ist nach zwei Jahren wieder aufgetaucht. Wie die Polizei und der Direktor des Strindberg-Museums bestätigte, handelt es sich bei dem in einem Privathaus sicher gestellten Bild um jenes Gemälde, das am 15. Februar 2006 aus dem Strindberg-Museum gestohlen worden war. Zwei bei der Razzia Anwesende wurden im Zuge der Aktion festgenommen und sind mittlerweile wegen Verdachts des Diebstahle und der schweren Hehlerei in Haft.
Nach Angaben der Stockholmer Polizei wurde das Gemälde mit einem Schätzwert von mindestens einer Million Euro in einem Stockholmer Vorort Rahmen einer Drogenrazzia am Donnerstagabend gefunden. Es war in eine Art Tuch oder Decke gewickelt und ist allem Anschein nach unversehrt. Der eilig herbeigerufene Direktor des Strindberg-Museums in Stockholm, Stefan Bohman, identifizierte das Gemälde "Svartsjukans Natt" ("Die Nacht der Eifersucht") aufgrund einer auf der Rückseite des Bildes erhaltenen Widmung des Künstlers.
Seit dem Diebstahl vor zwei Jahren wurden im Strindberg-Museum im Zentrum von Stockholm die bis dahin lockeren Sicherheitsvorkehrungen drastisch verschärft. Das Bild war damals zur Mittagszeit gestohlen worden, als zwei Personen den Rezeptionisten ablenkten und eine dritte Person das im Eingangsbereich aufgehängte Gemälde von der Wand nahm. Anschließend verschwand das Diebestrio im Straßengewimmel.
Strindberg malte "Die Nacht der Eifersucht" im Jahr 1893 für seine damalige Verlobte und spätere Ehefrau, die österreichische Literaten-Muse Frida Uhl. An sie ist auch die Widmung auf der Rückseite des Gemäldes gerichtet. "Die Nacht der Eifersucht" gilt als eine der bedeutendsten Malereien Strindbergs, der vor allem für seine Dramen und seine Prosa bekannt ist.
(apa/red)
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