Dienstag, 4. März 2008

Anschlag auf US-Stützpunkt in Afghanistan: Vier Menschen wurden durch Bombe getötet

  • Zwei Soldaten der NATO-Truppe bei Anschlag getötet
  • Vierter Anschlag innert einer Woche in dieser Region

In Afghanistan wurde ein Selbstmordanschlag auf einen Stützpunkt der US-Armee verübt. Dabei starben vier Menschen. Unter den vier Opfern befanden sich auch zwei US-Soldaten. Damit erhöhte sich die Zahl der Anschläge in dieser Region in dieser Woche auf vier.

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Stützpunkt der US-Armee im Osten von Afghanistan sind vier Menschen getötet worden. Ein Sprecher der US-Streitkräfte teilte in Kabul mit, unter den Todesopfern seien zwei Soldaten der NATO-geführten internationalen Schutztruppe ISAF. Der Anschlag ereignete sich in der Provinz Khost. Es handelte sich um den vierten binnen einer Woche in der Region. Vier weitere Soldaten wurden verletzt. Zur Staatsangehörigkeit der Opfer machte der Sprecher keine Angaben. Im Osten Afghanistans operieren unter ISAF-Kommando vor allem US-Soldaten.

Regierung kontrolliert nur 30 Prozent
Nach Angaben des Polizeichefs der Provinz, Mohammad Ayoub, wurden zudem zwei afghanische Arbeiter getötet und zwei Polizisten verletzt. Zunächst hatten US-Militärs und afghanische Behörden von nur fünf Verletzten gesprochen, nachdem ein Attentäter sein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug nahe dem Stützpunkt zur Explosion gebracht hatte. Khost liegt nahe der pakistanischen Stammesregion Nord-Waziristan, die als Rückzugsgebiet der Taliban gilt, deren islamisch-fundamentalistisches Regime 2001 durch eine US-geführte Militärinvasion gestürzt worden war.

Nach jüngsten Erkenntnissen des US-Geheimdienstes CIA kontrolliert die von Zehntausenden von ausländischen Soldaten geschützte Kabuler Regierung von Präsident Hamid Karzai lediglich rund 30 Prozent des afghanischen Staatsgebietes.

(apa/red)

4.3.2008 10:00