Merkel und Sarkozy legen Streit nun bei:
Verständigen sich auf eine Mittelmeerunion
- Soll ein Projekt der gesamten EU-Mitglieder werden
- Gemeinsames Vorgehen gegen Steuer-Oasen fixiert

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Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy haben ihren Streit über die Mittelmeerpolitik der Europäischen Union (EU) beigelegt. Bei einem Treffen in Hannover vereinbarten sie, dass eine Mittelmeerunion gebildet werden soll. Sie soll nicht nur ein Projekt Frankreichs, sondern aller 27 EU-Mitglieder sein und den sogenannten Barcelona-Prozess fortsetzen. Merkel und Sarkozy wollen ihren Vorschlag beim EU-Gipfel Ende kommender Woche vorlegen.
Merkel und Sarkozy kamen ferner überein, dass Deutschland und Frankreich gemeinsam gegen Steuer-Oasen vorgehen wollen. Beide Länder werden auch dazu einen Vorschlag erarbeiten. Zur künftigen Auto- und Klimapolitik der EU vereinbarten beide Politiker die Einsetzung einer Arbeitsgruppe, die ebenfalls Vorschläge vorlegen wird.
Zur Verständigung mit Merkel auf eine Mittelmeerunion sagte Sarkozy: "Wir sind uns im Grundsatz und im Detail einig". Die Kanzlerin betonte nach dem Gespräch in Hannover: "Wir haben gut gearbeitet". Zuletzt hatte es zwischen beiden Ländern Missstimmungen gegeben. In anderen EU-Staaten gab es bereits die Befürchtung, dass der frühere "deutsch-französische EU-Motor" dauerhaft aus dem Takt geraten könnte. (apa/red)
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