Wahlbeteiligung sorgt für Überraschung: Erstmals seit 1959 mehr Leute an den Urnen
- Anstieg noch vor Auswertung der vielen Wahlkarten
- 6,6 Prozent der Wahlberechtigten wählen per Karte

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Längstdienender Landes- chef Niederösterreichs
Eine Überraschung der niederösterreichischen Landtagswahl war das hohe Interesse der Wähler: Die Wahlbeteiligung ist erstmals seit 1959 gestiegen. Und das ganz ohne die vielen Wahlkarten, die angefordert wurden.
Mit 73,10 Prozent wurde die Wahlbeteiligung im vorläufigen Endergebnis ausgewiesen. Sie kann noch merkbar zulegen. Denn 6,6 Prozent der Wahlberechtigten wollten ihre Stimme per Wahlkarte abgegeben. Ein Teil davon hat das auch bereits getan, und zwar an den beiden vorgezogenen Wahltagen (wie viele es waren, teilte die Landeswahlbehörde nicht mit). Auch am Sonntag hat ein Teil der Wähler Wahlkarten benützt - und zwar jene, die in einem anderen als ihrem Wohnsitz-Wahllokal wählen wollten. Ihre Stimmen werden morgen im Lauf des Tages ausgezählt.
Möglicherweise könnten die Wahlkarten auch dazu beitragen, dass Niederösterreich in Sachen Wahlbeteiligung die Steiermark überholt: Denn die liegt derzeit mit 76,19 Prozent am vierten Rang, Niederösterreich am fünften.
Wahlfaul sind die Wiener, Tiroler und Vorarlberger. Dort nahmen an den jeweils letzten Landtagswahlen jeweils knapp 61 Prozent der Wahlberechtigten teil. Die fleißigsten Wähler Österreichs sind die Burgenländer: Trotz leichtem Rückgang nutzten dort 2005 noch 81,38 Prozent ihr Stimmrecht.
(apa/red)
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