Sonntag, 9. März 2008

"Schöner Tag für FPÖ": Partei ringt Grünen den dritten Rang in Niederösterreich ab

  • Generalsekretär: Im Sieben-Meilen-Schritt zur 3. Kraft
  • BRÖ-Grosz: Entscheidung der Niederösterreicher

FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky sieht im Ergebnis der niederösterreichischen Landtagswahl einen "schönen Tag für die FPÖ und damit auch für Niederösterreich". Das Wiedererstarken der FPÖ sei ein Signal dafür, dass die rot-weiß-rote Politik der FPÖ wieder eine starke Stimme habe. Die FPÖ sei "im Sieben-Meilen-Schritt unterwegs wieder zur drittstärksten Kraft". Seit der Abspaltung des BZÖ 2005 gehe die FPÖ einen geraden Weg der Ehrlichkeit und gehe keine faulen Kompromisse ein, begründete Vilimsky gegenüber der APA den Erfolg.

Besonders freut sich Vilimsky darüber, dass die FPÖ die Grünen wieder überholt hat. Nur als drittstärkste Partei könne die FPÖ verhindern, dass die Grünen in eine Bundesregierung kommen könnten. Vorgezogene Neuwahlen auf Bundesebene hält der FPÖ-Generalsekretär nun für möglich, ÖVP-Klubobmann Wolfgang Schüssel könnte als "alter Pokerspieler" nun versuchen, "es krachen zu lassen". Es werde damit "an der Vernunft der roten und der schwarzen liegen", dass die Republik nicht zu einem Spielball umfunktioniert werde.

Die Frage des bundespolitischen Einflusses auf das Wahlergebnis in Niederösterreich beurteilt Vilimsky je nach Partei unterschiedlich. Bei der ÖVP glaubt er nicht, dass Landeshauptmann Erwin Pröll von der "Vertuschungspolitik" der Bundes-ÖVP profitiert habe. Bei der SPÖ sei es hingegen eine Mischung aus einer Landeskandidatin Heidemaria Onodi mit wenig Strahlkraft und der Zeche, die man für zu viele nicht eingehaltene Versprechen der Bundespartei bezahlt habe. Seine eigene FPÖ sieht Vilimsky als große Familie, wo Heinz Christian Strache eine starke Bundespolitik und Barbara Rosenkranz eine starke Landespolitik eingebracht habe. Das BZÖ ist nach Ansicht Vilimskys nach der heutigen Niederlage "enderledigt".

Für BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz ist das Ergebnis "eine Entscheidung der Niederösterreicher über ihr Bundesland". Mit bundespolitischen Trends sei das nicht vergleichbar. Warum der positive Bundestrend des BZÖ nach guten Umfrageergebnissen und auch der Aufwärtstrend in den Ländern nach dem guten Ergebnis in Graz nun in Niederösterreich nicht genützt werden konnte, müsse intern beraten werden. In den Gremien werde das Ergebnis "mit aller Konsequenz" analysiert werden.

(apa/red)

9.3.2008 18:37