"Säureattentat"-Verdächtiger in U-Haft: Anwalt berichtet von Alibi seines Mandanten
- Auswertung seiner Handytelefonate noch ausständig
- "Raumplanerische Angelegenheiten" als Tatmotiv?

·Verbitterung oft Grund für Attentate
Oftmals würde Gespräch mit Betroffenen helfen
·INFOGRAFIK: Wo die Gift-Pakete ankamen
Weißkirchen liegt in OÖ zwischen Wels und Traun
·Innenpolitisch motivierte Anschläge
Attentate auf Kommunal-
und Landespolitiker häufig
·Hirtzberger: "Neue Beweise" aufgetaucht
Pralinen-Attentat: DNA- Spuren stimmen überein
Über den 48-jährigen Verdächtigen im Fall der Säureattentate in Oberösterreich ist Untersuchungshaft verhängt worden. Das gab die zuständige Staatsanwaltschaft Wels auf Anfrage der APA bekannt. Der Anwalt des Beschuldigten, Nikolaus Rast, erklärte, dass ihm noch der Akt fehle. Dieser sei ihm aber für diese Woche zugesagt worden. Sobald er den Akt habe, werde er den Verdacht entkräften, kündigte Rast an.
Sein Mandant habe, wie er sagt, ein Alibi für den vermutlichen Aufgabetag der Pakete, den 5. März. Es gebe zwei Zeugen, mit denen er den Tag verbracht haben soll, so Rast. Zudem hofft der Anwalt auf eine rasche Auswertung der Handytelefonate des Verdächtigen, um Klarheit über seine Aufenthaltsorte zu bekommen.
Der SPÖ-Landtagsabgeordnete und ehemalige Bürgermeister von Weißkirchen (Bezirk Wels-Land), Rudolf Prinz (61), waren beim Öffnen eines vermutlich mit Buttersäure gefüllten Pakets verletzt worden. Zwei weitere Päckchen an ÖVP-Kommunalpolitiker und zwei an Verwaltungsmitarbeiter konnte die Polizei rechtzeitig abfangen. Am 9. März wurde der 48-jährige Verdächtige festgenommen. Als Motiv für die Tat werden "raumplanerische Angelegenheiten" in der Vergangenheit vermutet.
(apa/red)
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