Zwei Österreicher in Südtunesien vermisst: Außenministerium hat sich nun eingeschaltet
- Touristen aus Salzburg unterwegs mit Geländewagen
Zwei österreichische Touristen aus Salzburg werden seit Mitte Februar in Tunesien vermisst. Entsprechende Berichte bestätigte das österreichische Außenministerium der APA. Der 51-jährige Mann und die 40 bis 45 Jahre alte Frau hätten sich zuletzt aus dem Ort Matmata im Süden des Landes telefonisch gemeldet, sagte der deutsche Sahara-Experte Werner Nöther der APA. Die beiden Vermissten sind mit einem Geländewagen mit österreichischem Kennzeichen unterwegs.
Das österreichische Außenministerium ist mittlerweile mit den Angehörigen in Kontakt. Die diplomatischen Vertretungen Österreichs in Tunesien, Algerien und Libyen sind bereits eingeschaltet worden. Man habe auch Kontakt zu Reiseveranstaltern, lokalen Behörden und EU-Partnern, sagte Außenamtssprecher Peter Launsky-Tieffenthal. "Man muss sich vor Augen halten, um welches Terrain es sich dort handelt", so Launsky-Tieffenthal. Vermutet werden die beiden Vermissten im Grenzgebiet zwischen südlichem Tunesien und Algerien.
Sahara-Experte Nöther, der selbst erst im Oktober des Vorjahres in diesem Gebiet unterwegs war, beschäftigt sich seit Jahren mit der Sicherheitslage in diesen Ländern und ist immer wieder mit ähnlichen Fällen betraut. Es sei auch nicht auszuschließen, dass sie irrtümlich über die Grenze nach Algerien gefahren seien. "Es hat in der Vergangenheit Fälle gegeben, wo Leute über die Grenze nach Algerien gereist sind und dann dort zwei Wochen festgehalten wurden, ohne dass sie telefonieren durften", sagte Nöther.
(apa/red)
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