NEWS-exklusiv: Psychologische Abschluss- bericht zum "Kannibalen-Mord" liegt vor
- Krankenakten des Täters belegen: Psychiater beurteilten ihn vor seinem Verbrechen als "gefährlich"
Im August 2007 soll Robert Ackermann, 19, in einer Wiener Notschlafstelle seinen Mitbewohner Josef Schweiger, 49, erschlagen, ausgeweidet und sogar Teile der Leiche verspeist haben.
Bis zuletzt blieb die Frage, ob der Bursch von der Leiche - Zunge und Gehirn waren von ihm auf einem Teller angerichtet worden - gegessen hat, ungeklärt. In Verhören und in Gesprächen mit Psychiater Heinz Pfolz, der vor wenigen Wochen in einem Gutachten zu dem Ergebnis gekommen war, der Tatverdächtige sei "hochgradig abnorm", hatte der 20-Jährige dies geleugnet. Psychologen Joachim Maly gestand der Bursch jetzt allerdings, wie NEWS in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe berichtet, "von dem Gehirn, das nach gar nichts schmeckte, gekostet" zu haben.
In seinem 224 Seiten umfassenden Gutachten attestiert der Experte dem jungen Mann eine "schwere kombinierte Persönlichkeitsstörung". Der Prozess gegen ihn soll bereits kommenden Mai beginnen. Da Ackermann als "völlig unzurechnungsfähig" gilt, kann er aber weder wegen Mordes angeklagt, noch für sein Vergehen bestraft werden - verhandelt wird also voraussichtlich lediglich bezügliches des "Antrags auf Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher".
Die Analyse der Krankenakten des Täters - bereits seit seinem zehnten Lebensjahr gilt er als "schwer gestört" - haben zudem nun ergeben, dass Psychiater schon im Vorfeld der Tat die Behörden mehrmals auf eine "mögliche Fremdgefährdung" durch den Patienten hingewiesen haben.
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