Mittwoch, 5. März 2008

Vranitzky hält an Koalition weiterhin fest: Ex-Kanzler bangt um Wahlkampfstrategien

  • Franz Vranitzky ist für Weitermachen in der Koalition
  • 'Womit sollten denn die beiden Parteien wahlwerben?'

Der ehemalige Bundeskanzler Franz Vranitzky sieht in Neuwahlen keinen gangbaren Weg. Für ihn stellt sich die Frage, womit die Parteien den Wahlkampf bestreiten sollten. Daher ist er für die Fortsetzung dieser Regierung.

Der ehemalige Bundeskanzler Franz Vranitzky von der SPÖ hält Neuwahlen nicht für einen Ausweg aus der Koalitionskrise, sagt er im NEWS: "Denn erstens muss regiert werden. Und zweitens in aller Härte: Womit sollten denn die beiden Parteien wahlwerben? Es gäbe da nicht viel herzuzeigen, und in einem Wahlkampf großartige Programme zu verkünden, würde beim Wähler eher Stirnrunzeln hervorrufen."

Weitermachen
Vranitzky ist daher für ein Weitermachen, "aber mit einem wirklich sichtbaren Arbeitselan. Dann wäre ein Relaunch, ein Bauchaufschwung möglich. Ich hoffe doch, dass keine der handelnden Personen riskieren möchte, als Versager in die Zeitgeschichte eingereiht zu werden."

Kompromisse sollten im kleinen Kreis gefunden werden, dann erst solle man in einer Koalition in die Öffentlichkeit gehen. Das Beharren auf Parteistandpunkten habe, meint der frühere Bundeskanzler, "im vergangenen Jahr ja keiner Partei wirklich genützt. Es stürmt ja keine in Meinungsumfragen der anderen davon."

Lesen Sie die ganze Geschichte im aktuellen NEWS 10/2008.

5.3.2008 14:45