'Emma' forderte vier Tote und 19 Verletzte:
Sachschaden muss noch beziffert werden
- 34.000 Feuerwehrleute bei 12.000 Einsätzen dabei
- Katastrophenfonds soll rasche Hilfe gewährleisten

·GRAFIK: "Emma" wütete in Österreich
Sturmspitzen in Bergen und Tälern, Todesfälle
·BILDER: Emma fegte über Österreich weg
KLICKEN: Sturm zog
Spur der Verwüstung
Sturm "Emma", der am vergangenen Wochenende eine Spur der Verwüstung durch Österreich gezogen hat, war Thema im Ministerrat. Laut der von Innenminister Platter vorgelegten Bilanz waren vier Todesopfer und 19 Verletzte zu beklagen. Der Sachschaden sei noch nicht zu beziffern, in den hauptsächlich betroffenen Bundesländern Ober- und Niederösterreich wird er auf 65 Mio. Euro geschätzt.
Insgesamt 34.000 Feuerwehrleute waren laut Platter bei 12.000 Einsätzen dabei. Insbesondere das Sichern und Entfernen von beschädigten Bauteilen, das provisorische Abdichten beschädigter Dächer, das Entfernen von Windwürfen, das Freimachen von Straßen und Stromleitungen, die Notstromversorgung sowie vereinzelt das Löschen von Kleinbränden zählten zu den zu bewältigenden Aufgaben. Unterstützt wurde die Feuerwehr durch bis zu 900 Polizisten sowie 200 Soldaten.
Die Unterbrechungen des hochrangigen Straßennetzes wurden laut Bericht bereits am Wochenende wieder behoben. Die Sperren im Bereich des niederrangigen Straßennetzes hielten zum Teil über das Wochenende hinaus an. Auch beim Schienenverkehr kam es zu Betriebsstörungen, die teilweise länger anhielten. Regionale Stromausfälle - z. B. Tulln, Wien/Südbahnhof, Salzburg - konnten bereits am Montag bis auf wenige Ausnahmen wieder hergestellt werden.
Das Finanzministerium hat mit den betroffenen Ländern begonnen, das Ausmaß der Schäden zu erheben. Damit will man für eine rasche und unbürokratische finanzielle Unterstützung der Betroffenen sorgen. Die entsprechenden Mittel werden aus dem Katastrophenfonds bereitgestellt.
(apa/red)
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