Dienstag, 4. März 2008

Fortsetzung des Wiener Terror-Prozesses:
Eltern der Angeklagten im Zeugenstand

  • Mona S. hält weiterhin an Gesichtsschleier fest
  • Mohamed M. soll Terroranschläge erörtert haben

Im Wiener Landesgericht wird heute der Terror-Prozess gegen den 22-jährigen Mohamed M. und seine Frau Mona S. (21) fortgesetzt, die laut Anklage zumindest ab März 2007 "Mitglied einer terroristischen Vereinigung, nämlich der al-Qadia bzw. anderer international tätiger radikal-islamischer Terrornetzwerke" gewesen sein sollen. Der Staatsanwalt wirft Mohamed M. vor, im Internet die Durchführung von Terroranschlägen erörtert zu haben, wobei er als mögliche Anschlagziele Spiele der bevorstehenden Fußball-EM sowie in- und ausländische Politiker angeführt haben soll. Am heutigen Verhandlungstag werden unter anderem die Eltern der beiden Angeklagten als Zeugen vernommen.

Mona S. soll vor allem Übersetzerdienste geleistet haben. Gegen die Frau wird weiter in Abwesenheit verhandelt: Der Richter hatte sie zu Prozessbeginn von der Verhandlung ausgeschlossen, weil sie sich aus religiösen Gründen weigert, ihren Gesichtsschleier abzunehmen. Nach Ansicht des Senats ist dies in einem österreichischen Gerichtssaal nicht zulässig. (apa/red)

4.3.2008 22:11