Experten einig: Autofahrer müssen zahlen -Straßenbenutzungsgebühren unausweichlich
- Straßenbau & -erhalt zukünftig von Privaten geregelt
- Dafür soll der Öffentliche Verkehr ausgebaut werden

·Wiener Grüne stellen City-Maut-Modell vor
Pro Ein- und Ausfahrt
wird ein Euro gefordert
·Spritpreise brennen Loch in Geldtaschen
Nur in Polen sind Preise noch stärker angestiegen
·UMFRAGE: Soll die City-Maut kommen?
Abstimmen: Ist die Maß- nahme bei uns sinnvoll?
Autofahrer werden für ihre Mobilität in den kommenden Jahren immer tiefer in die Tasche greifen müssen. Grund seien neben steigenden Energiekosten flächendeckende Straßennutzungsgebühren, sagte Manfred Boltze von der Technischen Universität (TU) Darmstadt beim internationalen Kongress "Verkehr im Jahr 2030". Zuvor hatten 130 Experten aus 17 Ländern über Konzepte für Verkehrssysteme der Zukunft diskutiert.
Boltze fasste ein wesentliches Ergebnis zusammen: "Alle Experten sind einhellig der Meinung, dass es 2030 auf den meisten Straßen Benutzungsgebühren für alle Fahrzeuge geben wird." Mit den in Stoßzeiten höheren Gebühren solle einerseits der Verkehrsfluss einer immer mobiler werdenden Gesellschaft gelenkt werden, sagte Boltze. Andererseits seien die Maut-Entgelte aber auch Folge eines allmählichen Rückzugs des Staates aus der Finanzierung von Straßenbau und -unterhaltung, betonte Horst Geschka von der TU Darmstadt. Diese Aufgabe würden künftig vermehrt Private übernehmen, die sich ihre Investitionen über Mautsysteme vom Nutzer zurückzahlen ließen.
Riesiges Budget-Loch
Nach den Worten des hessischen Wirtschaftsministers Alois Rhiel (CDU) fehlen schon heute allein in Hessen 1,9 Mrd. Euro, um die genehmigten Infrastrukturarbeiten ausführen zu können. Auch in Österreich wird seit langem über Pkw- und City-Mauten diskutiert. Die Regierung hat solche bisher stets abgelehnt.
Zug statt Flug
"Autos werden 2030 sparsamer und sauberer sein als heute", sagte Boltze. Zudem könnten Staus durch immer modernere Navigationssysteme umfahren werden. Trotzdem werde die individuelle Mobilität teurer. Das führe zu einem deutlichen Anstieg der Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen: "Das gilt besonders für Hochgeschwindigkeitszüge, die auch Kurzstreckenflüge ersetzen werden." (APA/red)
Apple10:56
Cook hält sich bedecktSchweigen zu Apple TV und iPhone 5. Verbesserung von Siri und Facebook-Integration angekündigt
Gumball 300015:49
'The Hoff' startete RennenDiesmal geht das "illegale" Straßenrennen quer durch Amerika und Kanada
Cyber-Attacke "Flame"16:25
Supervirus entschärftIranischer Minister Jawadi verkündet erfolgreiche Bekämpfung. Urheber Israel?
