West-Ost-Gefälle bei Eigenheim-Preisen:
Innsbruck ist die teuerste Landeshauptstadt
- In den kommenden Monaten bleiben Preise konstant
- Wiener erwartet hingegen fortwährender Anstieg

·Wohnen in Österreich
wird wieder teurer
Zu wenig neue Bauten lassen die Mieten steigen
Wer in Österreich im Vorjahr eine Eigentumswohnung gekauft hat, musste dafür im Westen am meisten bezahlen. So war Innsbruck 2007 mit einem Quadratmeterpreis von durchschnittlich 2.817 Euro die teuerste Landeshauptstadt. Eisenstadt ist hingegen die günstigste Landeshauptstadt gewesen. Hier bezahlten Käufer im Schnitt 1.044 Euro für den Quadratmeter. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Immobilienplattform immobilien.net.
In Wien mussten Wohnungskäufer für einen Quadratmeter im Schnitt 2.437 Euro auf den Tisch legen. Die Bundeshauptstadt belegt somit den dritten Platz hinter Salzburg (2.738 Euro pro Quadratmeter). Günstiger war hingegen der Wohnungskauf in Bregenz, wo der Quadratmeter Wohnfläche im Schnitt 2.100 Euro kostet. Die Wohnungspreise in St. Pölten, Graz, Linz und Klagenfurt haben sich laut Studie im Mittelfeld befunden. In diesen Landeshauptstädten kostete der Quadratmeter zwischen 1.400 und 2.000 Euro.
Teures Wohnen in Kitzbühel
Allerdings, so die Studie, sind die Landeshauptstädte nicht immer die teuersten Regionen in einem Bundesland. So zählt Kitzbühel zu den teuersten Bezirken außerhalb Wiens. Im Tiroler Bezirk kostete der Quadratmeter Wohnfläche 2007 im Schnitt 2.994 Euro. Über dem Bezirksschnitt lag die Bezirkshauptstadt Kitzbühel mit einem durchschnittlichen Preis von 3.559 Euro pro Quadratmeter. In Kirchberg in Tirol, das im selben Bezirk liegt, mussten die Käufer im Schnitt 4.031 Euro für die selbe Fläche auf den Tisch legen. Zum Vergleich: Im ersten Bezirk in Wien kostete der Quadratmeter Wohnfläche laut Studie im Vorjahr 4.346 Euro.
Preise bleiben konstant
Was die Preisentwicklung angeht, so wird österreichweit von konstanten Preisen in den kommenden Monaten ausgegangen. Möglicherweise kommt es aber zu "kleinen Korrekturen in dem einen oder anderem Gebiet", hieß es in der Pressemitteilung zur Präsentation. In der Bundeshauptstadt wird hingegen eine "konstante Steigerung" in den kommenden Jahren erwartet. Durch die derzeitige Unsicherheit auf den Finanzmärkten werden sich die Preissteigerungen aus der Sicht des Immobilienrings IR im heurigen Jahr bei zwei bis vier Prozent einpendeln.
Österreicher bevorzugen Eigenheim
Die bevorzugte Wohnform der Österreicher ist das Haus im Eigentum, so die Studie. Insgesamt gaben 48 Prozent der 373 Befragten an, dass sie künftig in einem Haus wohnen möchten. Auch die Wiener würden "überdurchschnittlich häufig zum eigenen Haus" tendieren.
Diesen Angaben stehen allerdings die realen Suchabfragen auf immobilien.net gegenüber: Das Haus würde gerade einmal von zehn Prozent der interessierten Wiener nachgefragt. Viele Wiener interessieren sich aufgrund der Kostenersparnis daher für Häuser in Niederösterreich, so immobilien.net-Geschäftsführer Alexander Ertler. Den stärksten Zuwachs verzeichnet der sogenannte Speckgürtel rund um die Bundeshauptstadt, der gleichzeitig Infrastruktur und Naturnähe bietet. Immer seltener werde ein weiter Anfahrtsweg für einen günstigen Kaufpreis akzeptiert. Für die Bundeshauptstadt sei zu erwarten, dass sie aufgrund der intensiven Bautätigkeit in den Randbezirken (11., 21. und 22. Bezirk) in den kommenden Jahren noch größer und grüner werde.
(apa/red)
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