Freitag, 29. Februar 2008

Von Pasta bis zum Wienerschnitzerl: Wiener
Edelbeisl "Appiano" mit mediterraner Küche

  • FORMAT: Jungkoch Pruscha mit italienischen Wurzeln
  • Bilderbuchgasthaus mit Kachelofen & Holzvertäfelung

Das Lokal liegt ziemlich versteckt und findet sich in kaum einem Restaurantführer. Hinterm Herd steht ein 28-jähriger Koch, der bislang von der Gourmetkritik weitgehend übersehen wurde, obwohl er wirklich erstaunlich gut kocht!

Die Einrichtung ist urig und überaus angenehm: mit Kachelofen, schöner Schank und Holzvertäfelung, ein Bilderbuchgasthaus, in dieser Art sicher eines der angenehmsten Wiens. Die Kellner sind jung, freundlich und haben einen guten Schmäh. Die junge Chefin ist charmant und das Bier einem guten Wiener Beisl würdig. Aber auch im Weinschrank lagert so manch edler Tropfen.

Wo es das alles gibt? In einer kleinen Gasse hinter der BA-CA-Zentrale am Schottentor. Das Lokal heißt "Appiano", und weil das so gar nicht nach Wiener Beisl klingt, wurde noch der Zusatz "Das Gasthaus" angehängt.

Kulinarisches Grenzgebiet
Auch die Küchenlinie lässt auf ein ungewöhnliches Grenzgebiet zwischen Beisl und Pasta schließen. So finden sich auf der Karte Gerichte wie Wiener Schnitzel und Backhendl, aber auch mediterrane Kreationen wie Zitrustagliatelle (mit Steinbutt, Blattspinat und Pinot Grigio), herrlich dünne Teigtaschen mit Wildschweinfülle oder köstliche Ricotta-Rucola-Ravioli.

Warum das so ist? Weil Lokalbesitzer und Koch Hannes Pruscha erstens durch seine Mutter italienische Wurzeln hat und zweitens früher einige Jahre bei Luigi Barbaro gekocht hat. Was aber noch viel wichtiger ist: Pruscha kocht ganz hervorragend, egal ob er gerade einen Wiener Beisl-Klassiker in Arbeit hat oder eine "mediterrane Frühlingsrolle" mit Buffala-Mozzarella.

Name: Appiano - Das Gasthaus
Adresse: 1., Schottenbastei 4
Telefon: 01/533 61 28
Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 11.30-15, 18-24 Uhr
Preise: Vorspeisen bis 11,90 Euro, Hauptspeisen bis 20,90 Euro

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29.2.2008 10:52