Wir sind in Bayern Nr. 1: Handelspartner USA wurde auf den zweiten Platz verwiesen
- Handelsvolumen im Warenverkehr '07 27,7 Mrd. Euro
- Zuwachsraten im Export 10 % - im Import 12 Prozent
·Wirtschaftswachstum 2007 leicht gebremst
3,4 Prozent Plus: Für '08 droht nun aber Rezession
·Österreichs Agrar-
Exporte "in Oberliga"
Lebensmittelprodukte knacken 7-Mrd.-Grenze
·Österreich mit 1,5 Mrd. im Exporthoch
Überschuss soll sich
2008 sogar verdoppeln
Österreich hat sich zu Bayerns wichtigstem Wirtschaftspartner entwickelt und 2007 erstmals die USA überholt. Das erklärte der österreichische Handelsdelegierte für Bayern und Baden-Württemberg, Michael Love, beim traditionellen Besuch der Kärntner Wirtschaftskammer auf der Internationalen Handwerksmesse in München.
Die endgültigen Zahlen würden in etwa einer Woche vorliegen, aber laut einer Hochrechnung werde das Handelsvolumen im Warenverkehr zwischen Österreich und Bayern für das Jahr 2007 auf 27,7 Mrd. Euro geschätzt, sagte Love. Dabei hätten die Exporte in das deutsche Bundesland 14,4 Mrd. Euro und die Importe 13,2 Mrd. Euro betragen, erläuterte Love die für Österreich positive Handelsbilanz.
Die Zuwachsraten im Export könne man mit zehn Prozent, die Steigerungen beim Import mit rund zwölf Prozent beziffern. Damit sei Österreich der größte Lieferant in Bayern und der zweitgrößte Abnehmer bayrischer Waren, so der Handelsdelegierte. Das Handelsvolumen zwischen Bayern und den USA, die bisher den ersten Platz einnahmen, werde für 2007 mit rund 25 Mrd. Euro angenommen, wobei die Exporte des deutschen Bundeslandes mit 16,6 Mrd. Euro etwa doppelt so hoch gewesen seien wie die Importe mit 8,5 Mrd. Euro, so Love.
Die Bedeutung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Handelspartnern Österreich und Bayern skizzierte der Handelsdelegierte auch anhand von Arbeitsmarkt-Zahlen: 128.000 österreichische Arbeitsplätze hingen an den Exporten nach Bayern. Von 50.000 im Jahr 2007 geschaffenen Arbeitsplätzen seien allein 4.000 auf Exportzuwächse in das deutsche Bundesland zurückzuführen, sagte Love.
(apa/red)

