Ohne Absprache an der Börse spekuliert:
US-Händler verliert an einem Tag 141 Mio. $
- MF Global verliert dadurch 6 Prozent seines Kapitals
- Erinnert an 4,9 Mrd. -Verlust von Societe Generale
·F: 'Milliarden-Zocker' nun in Paris verhaftet
Hatte fast 5 Milliarden bei Bank verspekuliert
·Schweizer Bank UBS verliert 10 Mrd. Dollar
Aber neue langfristige Investoren aus Singapur
Erneut hat ein Börsenhändler durch unzulässige Spekulationen seinem Arbeitgeber einen Riesenverlust beschert. Ein Mitarbeiter des britischen Brokerunternehmens MF Global habe binnen eines Tages auf dem Weizenmarkt von Chicago 141,4 Mio. Dollar (93,5 Mio. Euro) verloren, teilte das Unternehmen mit.
Der Börsenhändler handelte demnach ohne Absprache an der Spezialbörse Chicago Mercantile Exchange. Das auf Rohstoffe spezialisierte Handelshaus versicherte, der Verlust entspreche sechs Prozent seines Kapitals und gefährde die Firma nicht.
Der Fall erinnert an die kürzlich bekanntgewordenen Spekulationen des französischen Händlers Jerome Kerviel. Als Angestellter der französischen Bank Societe Generale soll Kerviel mit ungenehmigten Spekulationen einen Verlust von 4,9 Mrd. Euro verursacht haben.
Übernahme von Societe Generale?
Die französische Großbank BNP Paribas hat unterdessen Kreisen zufolge bei der Regierung die Möglichkeit eines Übernahmeangebots für den angeschlagenen Rivalen Societe Generale sondiert. Die Gespräche seien vor mindestens zwei bis drei Wochen geführt worden, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person.
Bank-Chef Prot und Verwaltungsratsvorsitzender Pebereau hätten klären wollen, ob ein Angebot für das von einem milliardenschweren Handelsskandal belastete Finanzinstitut auf politischen Widerstand treffen würde. Die Aktie von Societe Generale profitierte von den anhaltenden Übernahmespekulationen und legte rund vier Prozent zu. (apa/red)

