27.2.2008 10:58

Sportartikelhandel erhofft Mega-Umsatz:
EM-Fußballartikel sollen Millionen einspielen

  • Aber auch Olympische Spiele heben die Einnahmen
  • Fußball-Artikel haben bereits jetzt reißenden Absatz

Der heimische Sportartikelhandel erwartet sich einen regelrechten Umsatzschub infolge der Fußball-Europameisterschaft EURO 2008. Der Verkauf von Fanartikeln, Dressen, Stoppelschuhen und Bällen soll heuer 300 Mio. Euro einspielen. Das entspricht fast 15 Prozent des Branchenumsatzes 2007. Die Kassen klingeln bereits. "Fußballartikel waren schon vor Weihnachten der Renner und laufen auch weiterhin gut", sagte der Sprecher des heimischen Sportartikelhandels, Ernst Aichinger.

Dank höchstkarätiger Sportevents rechnet der Handel heuer mit einem "hohen einstelligen Umsatzzuwachs" von "mehr als 5 Prozent". Während die Fußball-Artikel voraussichtlich reißenden Absatz finden, "werden wir in anderen Produktgruppen etwas verlieren", räumte der Branchensprecher ein und bezifferte die erwartete Umschichtung mit etwa 100 Mio. Euro.

2007 sind die Verkaufserlöse der Sportfachhändler gegenüber dem Jahr davor um nur 2 Prozent auf 1,333 (2006: 1,307) Mrd. Euro gestiegen, geht aus den nunmehr vorliegenden endgültigen Zahlen hervor. Die Sportartikelumsätze auf dem Gesamtmarkt (inklusive dem Verkauf bei Tchibo, Hofer & Co.) erhöhten sich laut Aichinger geringfügig stärker um 2,5 Prozent auf 2,167 (2006: 2,114) Mrd. Euro.

Für den größten Umsatzbrocken im EURO-2008-Geschäft werden heuer den Erwartungen der Händler zufolge die Fanartikel sorgen. Immerhin sollen mit den Mützen, Leiberln, T-Shirts und Schals heuer etwa 150 Mio. Euro, also etwa 50 Prozent des EM-generierten Umsatzes gemacht werden. Die andere Hälfte werde sich auf den Verkauf von Fußballschuhen und Bällen sowie die Nationaldressen der verschiedenen Mannschaften verteilen. Die EURO-2008-Fußbälle kosten zwischen 20 und 150 Euro - je nach Verarbeitung.

Olympia auch noch
Doch nicht nur die EURO 2008 als drittgrößte Sportveranstaltung der Welt, die im Juni nach Österreich und in die Schweiz kommt, soll den Handel ordentlich in Schwung bringen. "Heuer haben wir ja überhaupt ein Großkampfjahr, weil wir auch die Olympischen Spiele in Peking haben - und auch Olympia beflügelt die Sportwirtschaft erfahrungsgemäß", freute sich Aichinger. Immerhin sollen die Sommerspiele, die vom 8. bis 24. August stattfinden, 3 bis 5 Prozent des Jahresumsatzes bescheren.
(APA/red)

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27.2.2008 10:58
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