Maradona Jr. entdeckt beim Vater Zeichen
des Verfalls: "Nicht mehr klar wie früher"
- Er wird kaum als Manager nach Neapel zurückkehren
- Napoli-Legende hat ausgiebige Drogenvergangenheit

·Inters Vorsprung in der Tabelle schmilzt
Verfolger AS Roma holt durch Sieg Punkte auf
·Tabelle: Die
Serie A 2010/2011
KLICKEN: Tabellenstand und aktuelle Ergebnisse
Diego Armando Maradona Junior, 21-jähriger Sohn der argentinischen Fußball-Legende, blickt pessimistisch in die Zukunft seines Vaters. "Ich glaube nicht, dass er jemals als Fußballmanager nach Neapel zurückkehren wird, obwohl ich es hoffe. Ich glaube auch nicht, dass er eine wichtige Rolle in einem Fußballclub spielen kann. Er ist seit vielen Jahren von Drogen abhängig, er ist nicht mehr klar wie früher. Um Fußballmanager zu sein, muss man klar im Kopf sein", betonte Diego junior, der mit seiner Mutter in Neapel lebt und selbst Fußball spielt.
Dieguito, wie der Junior genannt wird, ist Sohn der Neapolitanerin Cristina Sinagra, mit der Maradona Mitte der 80er-Jahre eine Affäre gehabt hatte. Der Weltmeister von 1986 spielte damals beim SSC Napoli, wo auch sein unehelicher Sohn seine Karriere begann. Als Diego junior zur Welt kam, hatte Maradona zunächst die Anerkennung der Vaterschaft verweigert, ehe er ab 1992 endgültig Unterhalt zahlen musste - was er nur gelegentlich tat.
Zu seinem Vater, den er im vergangenen Jahr wegen verweigerter Unterhaltszahlung angezeigt hatte, habe er keine Kontakte. "Solange er keine Beziehungen zu seinen Kindern aufnimmt, wird er niemals ein Mensch sein, der Gutes tun kann", sagte Diego Junior im Interview mit dem italienischen Bezahlsender Sky Sport. Er betonte, dass sein Vater auch ein zehnjähriges Mädchen namens Gianna nicht anerkannt habe, das ebenfalls einer unehelichen Beziehung entstammt.
Der junge Maradona, der seinem Vater stark ähnlich sieht, betonte, der schwierigste Kampf in seinem Leben sei es, aus dem Schatten des argentinischen Stars zu treten. "Ich mag es nicht, mit ihm verglichen zu werden. Wir sind zwei verschiedene Personen. Mein größter Kampf ist heute zu beweisen, dass auch ich als Mensch und als Fußballer etwas Wert bin. Ich bin eine normale Person, nicht ein Außerirdischer wie er. Ich muss jeden Tag trainieren und beweisen, dass ich gut bin", sagte Diego junior, der in der vierten Liga als Mittelfeldspieler kickt. Sein Traum sei es, wie sein Vater für SSC Napoli zu spielen.
(apa/red)
JETZT WETTEN MIT HAPPYBET!
