Samstag, 1. März 2008

Österreichs Fußball droht Chaos: Altach will
in der "Causa Brugger" nicht klein beigeben

  • Vorarlberger wollen alle Rechtsmittel ausschöpfen
  • Gang vor CAS hätte weitrechende Folgen für Liga

Dem österreichischen Fußball droht Ungemach und Chaos. Werner Gunz, Präsident von SCR Altach, schließt in der "Causa Brugger" einen Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne nicht aus. "Das kann passieren", lässt der Klub-Boss mögliche weitreichende Konsequenzen offen. Der Strafsenat der Bundesliga hatte nach einem Rapid-Protest aufgrund eines Formalfehlers von Schiedsrichter Bernhard Brugger eine Neuaustragung der Partie Altach gegen Rapid, die mit einem 2:1-Sieg für die Vorarlberger zu Ende gegangen war, festgelegt.

Ein Gang vor den CAS könnte zur Folge haben, dass Österreichs Fußball-Champion 2008 erst lange nach Ablauf der Meisterschaft, deren letzte Runde am 26. April gespielt wird, endgültig feststeht.

Gunz, will in dieser Causa alle Rechtsmittel ausschöpfen. "Wir sind zwar der kleinste Bundesliga-Verein in Österreich, wir werden aber sicher nicht klein beigeben", kündigte der Altach-Präsident an. "Wir haben uns auch bereits die Dienste von zwei Anwälten, die sicherlich die kompetentesten Fachleute für Fußball-Fragen sind, gesichert", erklärte Gunz im Gespräch mit der APA.

Referee Bernhard Brugger hatte einen Strafstoß beim Stand von 0:0 in der 28. Minute freigegeben, obwohl Rapid-Torhüter Helge Payer noch mit dem Rücken zum Schützen Roland Kirchler gestanden war. Laut FIFA-Regel 14 hat der Schiedsrichter allerdings dafür zu sorgen, dass alle Spieler ihre vorgeschriebene Position eingenommen haben, bevor er den Ball freigibt. Rapid hatte gegen das Ergebnis Protest eingelegt und vom Senat 1 der Bundesliga recht bekommen. Der Senat setzte eine Neuaustragung des Spieles fest. Altach hat als Reaktion darauf angekündigt, einen Gegenprotest einzubringen.

(apa/red)

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1.3.2008 13:59