Sonntag, 2. März 2008

Joker Maierhofer stach punktgenau: Rapid besiegt Sturm erstmals seit über drei Jahren

  • 2:0-Erfolg bringt Hütteldorfern die Tabellenführung
  • Neo-Grün-Weißer Maierhofer schießt sein erstes Tor

Der SK Rapid hat zumindest für wenige Tage die Tabellenführung in der österreichischen Fußball-Bundesliga übernommen. Die Hütteldorfer setzten sich am Sonntag in der 27. Runde in der mit über 15.000 Zuschauern ausverkauften UPC-Arena gegen Sturm Graz mit 2:0 (0:0) durch und liegen damit einen Punkt vor dem LASK und der Austria, deren Duell in Wien am Mittwoch nachgetragen wird. Für den ersten Auswärtssieg der Grün-Weißen gegen Sturm seit 15. August 2004 sorgten Joker Maierhofer bei seiner ersten Ballberührung per Kopf (67.) und Bazina (85.).

Dabei hätte Sturm fast einen ähnlichen Traumstart wie beim 5:1-Sieg im vergangenen September hingelegt, als Haas die Steirer nach 15 Sekunden in Führung gebracht hatte. Diesmal sprang dem Stürmer der Ball nach 13 Sekunden vor die Füße, er traf das Leder aber aus sieben Metern nicht richtig.

Damit hatten die Gastgeber ihr Pulver auch schon verschossen. Die ohne die erkrankten Heikkinen und Hoffer und mit einem Fünfer-Mittelfeld angetretenen Hütteldorfer fanden nach anfänglichen Problemen immer besser ins Spiel und kamen im Gegensatz zu Sturm auch das eine oder andere mal gefährlich vors Tor.

So prüfte etwa Bazina mit Weitschüssen (15., 36.) Gratzei, der außerdem in der 40. Minute bei einem Kavlak-Schuss aus spitzem Winkel zur Stelle war und in der 25. Minute die größte Chance von Rapid zunichtemachte. Über Prettenthaler kam der Ball zu Boskovic, der aber aus fünf Metern am Sturm-Goalie scheiterte.

Rekordmeister hatte mehr vom Spiel
Auch nach dem Seitenwechsel hatte der Rekordmeister mehr vom Spiel und kam wieder durch Boskovic zu einer guten Einschussmöglichkeit. Der Montenegriner nahm sich einen Pass von Hofmann jedoch nicht optimal mit, der anschließende Schuss in Bedrängnis fiel aus aussichtsreicher Position zu schwach aus (64.).

Drei Minuten später aber durften die Wiener über den Führungstreffer jubeln. Hofmann zirkelte einen Freistoß zur Mitte, und der unmittelbar davor eingewechselte Maierhofer war per Kopf vor dem unglücklich herausgekommenen Gratzei zur Stelle. Es war dies der erste Treffer des bis Saisonende von Fürth ausgeliehenen 2,02-Meter-Stürmers für die Grün-Weißen.

Erst mit diesem Treffer gewann die davor unspektakuläre Partie an Rasse und Klasse. Maierhofer hatte schon in der 69. Minute die Chance auf das zweite Tor, zielte aber am kurzen Eck vorbei. Eine Minute später kam Lamotte nach einem Freistoß zum Ball, er schoss aus rund zehn Metern bedrängt von Dober allerdings zu schwach. Im Gegenzug hatte Bazina die Entscheidung auf dem Fuß, der Kroate ließ sich im Strafraum aber zu lange Zeit, wodurch sein Schuss noch von Prettenthaler abgeblockt wurde.

In der 85. Minute hatte Bazina sein Visier besser eingestellt, als er innerhalb des Strafraums abzog und mit einem leicht abgefälschten Schuss auf 2:0 stellte - zur Freude der rund 2.500 mitgereisten Rapid-Fans, die aufgrund der von der Bundesliga beschlossenen Neuaustragung der Partie Altach - Rapid Transparente mit der Aufschrift "Wiener Mafia" zu lesen bekamen.

(apa/red)

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2.3.2008 17:42