Wiener Klubs halten sich im Titelrennen:
Austria und Rapid bleiben an der Spitze dran
- Veilchen zeigen Stärken bei Standardsituationen
- Eder über Stammplatz und Tor gegen Ried erfreut

·UMFRAGE: Welches Team holt den Titel?
Salzburg von Austria
oder Rapid zu stoppen?
·UMFRAGE: Welches Team steigt heuer ab?
Erwischt es Neulinge oder
einen etablierten Verein?
Die Wiener Fußball-Clubs Austria und Rapid befinden sich nach Erfolgen in der 26. Bundesliga-Runde weiter im Titelrennen. Die "Veilchen" liegen aufgrund des 2:1-Auswärtssieges gegen Wacker Innsbruck nach wie vor nur aufgrund der geringeren Anzahl von geschossenen Toren hinter Spitzenreiter LASK, zwei Punkte dahinter lauert der Rekordmeister, der sich vor eigenem Publikum gegen SV Ried 4:0 durchsetzte, auf Rang vier.
Erfolgsgarant für die Austria war einmal mehr ihre Stärke bei Standard-Situationen - beide Treffer wurden von Rubin Okotie und Jacek Bak per Kopf nach ruhenden Bällen erzielt. "Der Unterschied waren eigentlich nur die beiden Kopfbälle. Da haben wir im Parterre geschlafen, während die Austrianer im zweiten Stock gearbeitet haben", gestand Wacker-Trainer Helmut Kraft.
Austria-Betreuer Georg Zellhofer freute sich über den Sieg in einem schwierigen Auswärtsspiel, ärgerte sich aber auch über Nachlässigkeiten seiner Mannschaft in der zweiten Hälfte, als der Erfolg nach dem Ausschluss von Florian Metz und dem Elfer-Anschlusstreffer durch Marcel Schreter noch einmal in Gefahr geriet. "Dadurch haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht. Wir hätten unsere Konter ruhiger spielen müssen", meinte der Oberösterreicher, dessen Club am Samstag mit einem Heimsieg gegen den LASK die Spitze übernehmen könnte.
Ein Wermutstropfen aber blieb für die Austria, musste doch Teamspieler Yüksel Sariyar nach dem Spiel wegen Verdachts auf einen Bänderriss im Knöchel behandelt werden. Wohl noch schlimmer hat es Rapids Mario Tokic noch vor dem Ried-Match erwischt. Der Kroate fällt mit einem Bandscheibenvorfall wochenlang aus, dafür spielte sich Ersatzmann Hannes Eder ins Rampenlicht. Der Tiroler traf zum 4:0-Endstand und erzielte damit seinen ersten Treffer für die Hütteldorfer.
Eder plötzlich Stammspieler
"Dabei hätte ich sogar zwei Tore machen können - aber mit einem bin ich auch zufrieden", sagte der Innenverteidiger, der seit seinem Wechsel in den Westen Wiens im vergangenen Winter nur sporadisch zum Einsatz gekommen war. "Ich war schon ein bisschen frustriert. Das ist logisch, wenn man längere Zeit nicht spielt."
Noch vor einigen Wochen war der ehemalige Teamspieler nur die Nummer vier in der grün-weißen Innenverteidiger-Hierarchie, nach der Tokic-Verletzung und dem Wechsel von Martin Hiden zu Austria Kärnten zählt der ehemalige Teamspieler plötzlich zum Stammpersonal. "Man hat wieder einmal gesehen, wie schnell es im Fußball gehen kann."
Lob für Maierhofer
Trainer Peter Pacult freute sich für Eder und auch für Stefan Maierhofer, dem er in dessen erstem Pflichtspiel für Rapid von Beginn an eine gute Leistung bescheinigte. Laut Vertrag steht der baumlange Stürmer noch zehn Partien im Hütteldorfer Kader, da der Leihvertrag mit dem deutschen Zweitligisten Greuther Fürth mit Saisonende ausläuft und keine Kaufoption beinhaltet. "Aber schauen wir mal, was im Sommer passiert. Ich bin für alles offen", meinte der Angreifer.
Sollten die Fürther (derzeit auf einem Aufstiegsrang) den Sprung in die oberste deutsche Spielklasse schaffen, werde er wohl zu seinem Stammverein zurückkehren, "weil ich unbedingt in der deutschen Bundesliga spielen will". Doch auch die Liga darunter würde für den Angreifer eine Herausforderung darstellen, denn "das Tempo in der zweiten Liga in Deutschland ist höher, zumindest zeitweise", erklärte Maierhofer.
(apa/red)
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