Donnerstag, 28. Februar 2008

Rapid daheim gegen Ried unbezwingbar:
"Lieblings-Rivale" wurde mit 4:0 abgefertigt

  • Rieder konnten in "St. Hanappi" noch nie gewinnen
  • Hoffer, Boskovic, Dober und Eder verhalfen zum Sieg

Die SV Ried ist auch nach der 26. Runde der T-Mobile Fußball-Bundesliga der Lieblingsgast des SK Rapid Wien im Hanappi-Stadion. Die weiter auf dem vierten Tabellenplatz rangierenden Wiener setzten sich zum Auftakt der Frühjahrs-Heimsaison vor 13.600 Zuschauern durch Tore von Erwin Hoffer (4.), Branko Boskovic (58.), Andreas Dober (63.) und Hannes Eder (76.) völlig verdient mit 4:0 (1:0) durch. Die siebentplatzierten Oberösterreicher sind damit im Westen Wiens weiter sieglos (16 Niederlagen/6 Remis).

Die Partie begann für die trotz der Ausfälle von Tokic (Bandscheibenvorfall) und Katzer (gesperrt) gegenüber der 1:2-Auswärtsniederlage in Altach stark verbesserten Wiener mit einer Schrecksekunde: Ried-Stürmer Akagündüz tauchte alleine vor dem herauslaufenden Rapid-Goalie Payer auf, sein Heber ging allerdings doch deutlich am Tor vorbei (3.). Praktisch im Gegenstoß hatten die "grün-weißen" Fans in "St. Hanappi" bereits allen Grund zur Freude. Einen Kopfball von Maierhofer, der gegenüber dem kränklichen Bazina den Vorzug bekam und erstmals in der Startformation der Wiener stand, nach einer Idealflanke von Hofmann wehrte Ried-Keeper Gebauer nur vor die Füße von Hoffer, der aus kürzester Distanz zum 1:0 abstaubte (4.).

Danach hatte der Rekordmeister eine Fülle von Chancen. Rieds-Mittelfeldspieler Dospel spielte ideal in den Lauf für Hoffer, der Jungstürmer scheiterte mit seinem Schuss aber an Gebauer (7.). Dazu zeichnete sich der Ried-Schlussmann auch bei einem Boskovic-Freistoß (8.), einem Korkmaz-Weitschuss (42.) sowie einem Thonhofer-Schuss (45.) aus. Die Rieder waren nicht gewillt sich hinten hineinzustellen, agierten mit einer offensiven Ausrichtung mit den beiden Spitzen Akagündüz/Salihi. Trotzdem kam die Weissenböck-Elf nur zu Halbchancen: Brenner ließ Thonhofer stehen, sein Schuss ging aber einen halben Meter über die Querlatte (19.), dazu prüfte Salihi Payer mit einem Kopfball (24.).

Nach dem Seitenwechsel sorgten die klar überlegenen Wiener schnell für die Vorentscheidung. Nachdem sich Gebauer bei einem Maierhofer-Kopfball (53.) sowie einem Dober-Schuss (54.) noch auszeichnen konnte, musste Rieds derzeitige Nummer eins in der 58. Minute das zweite Mal hinter sich greifen. ÖFB-Nachwuchs-Teamspieler Hackmair verlor den Ball stümperhaft im Mittelfeld und Boskovic, der schon vor dem Wechsel zwei gefährliche Schüsse abgegeben hatte (10./drüber; 14./ins Außennetz) schloss einen schön vorgetragenen Konter über Korkmaz und Hofmann zum 2:0 ab (58.).

Fünf Minuten später traf der aufgerückte Dober nach einem Hofmann-Corner zum 3:0 (63.), für den Außenverteidiger war es bereits der vierte Saisontreffer. Die Rieder kamen in der zweiten Hälfte nur noch einmal wirklich gefährlich vor das Tor der Pacult-Elf, der alleine stehende Hackmair scheiterte allerdings an Payer (65.).

Ganz im Gegenteil dazu hatte der Rekordmeister noch nicht genug. Nach dem dritten Assist von Hofmann traf Hannes Eder, mit seinem Pflichtspiel-Premierentor im "grün-weißen" Dress, zum 4:0 (76.). In der Schlussphase hätten die Wiener ihr Torverhältnis nochmals aufbessern können, einen Weitschuss von dem in der 74. Minute für Hoffer eingewechselten Bazina drehte Gebauer aber über die Latte (85.). Dazu verpasste Maierhofer, der per Kopf an Gebauer scheiterte (88.) und drüber schoss (89.), seinen ersten Saisontreffer. Ried hat damit auswärts schon seit acht Spielen (7 Niederlagen/1 Remis) nicht mehr gewonnen, der letzte Sieg der Oberösterreicher in der Fremde datiert vom 2. September 2007 (1:0 bei Wacker Innsbruck).

SK Rapid Wien - SV Josko Ried Endstand 4:0 (1:0)
Wien, Hanappi-Stadion, 13.600, SR Krassnitzer.

Torfolge: 1:0 (4.) Hoffer, 2:0 (58.) Boskovic, 3:0 (63.) Dober, 4:0 (76.) H. Eder

Rapid: Payer - Dober, H. Eder, Patocka, Thonhofer - Hofmann,
Heikkinen (66. Kulovits), Boskovic (79. Kavlak), Korkmaz - Hoffer
(74. Bazina), Maierhofer

Ried: Gebauer - Brenner, Glasner, Jank, Rzasa - Hackmair (79.
Pichorner), Dospel, Drechsel (79. Martinez), Erbek (68. Kujabi) -
Salihi, Akagündüz

Gelbe Karten: Keine bzw. Erbek, Brenner, Dospel

(apa/red)

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28.2.2008 08:02