Säumels Comeback lässt Sturm aufatmen:
Der Kapitän beendete Mini-Tief der Grazer
- Säumel verlieh "Blackies" wieder Selbstvertrauen
- Foda will das Team nächstes Jahr zusammenhalten
·Erster Sieg für Sturm Graz im Jahr 2008
Kein Trainereffekt bei Kärnten durch Schinkels
·UMFRAGE: Welches Team holt den Titel?
Salzburg von Austria
oder Rapid zu stoppen?
·UMFRAGE: Welches Team steigt heuer ab?
Erwischt es Neulinge oder
einen etablierten Verein?
Dass sich Sturm Graz mit einem 2:0-Erfolg bei Schlusslicht Austria Kärnten in der Fußball-Bundesliga aus seinem kleinen Frühjahrstief geschossen hat, ist nicht zuletzt Jürgen Säumel zu verdanken. Der 23-Jährige legte mit seinem herrlichen Treffer zum 1:0 den Grundstein zum Sieg und durfte damit auch ein erfolgreiches Comeback nach überstandenem Muskelfaserriss bejubeln.
"Das Tor zu Beginn der zweiten Hälfte war sehr wichtig", betonte Säumel nach seinem 133. Bundesliga-Einsatz. "Denn Kärnten war in der ersten Halbzeit sehr aggressiv." Der Sieg, so war der Sturm-Kapitän überzeugt, sei "aufgrund der zweiten 45 Minuten verdient" gewesen. Man habe "den Kärntner Verteidigern das Leben sehr schwer gemacht".
Säumel ein Schlüsselspieler
"Wir können jetzt wieder befreiter aufspielen", erklärte der fünffache Saisontorschütze, dessen Team nach den zwei Niederlagen gegen Innsbruck und den LASK einen folgenschweren Fehlstart ins Frühjahr befürchten musste. Auch Trainer Franco Foda zeigte sich erleichtert: "Ich habe der Mannschaft gesagt, dass sie nicht nervös sein soll, in der zweiten Hälfte haben wir das dann umgesetzt." Und der Deutsche weiß, was er an seinem Kapitän hat: "Die Rückkehr von Säumel war für uns enorm wichtig. Er ist ein Schüsselspieler."
Der ÖFB-Teamkicker, der im März 2003 in der Bundesliga debütierte und bereits in der Saison 2004/05 zum Spielführer der "Blackies" aufgestiegen war, hat damit auch das Verletzungskapitel auf erfreuliche Art und Weise geschlossen. Vorläufig zumindest. Denn Säumel gehört zu den Dauerpatienten, hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit diversen Blessuren zu kämpfen.
Team zusammenhalten
Der Muskelfaserriss, den er sich in der Frühjahrs-Vorbereitung zugezogen hat, steht nur am Ende einer Serie, die ihren Negativ-Höhepunkt im Jahr 2006 fand, als Säumel monatelang von einer Schambeinentzündung sowie einem Leistenbruch zur Pause gezwungen wurde. Ob Sturm auch in der kommenden Saison auf die Dienste des zweikampfstarken Spielers, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, zurückgreifen wird können, soll sich in den kommenden vier Wochen entscheiden.
Für Säumel selbst gibt es eigenem Bekunden nach in Österreich nur einen Verein, nämlich Sturm. Sollte er Schwarz-Weiß also verlassen, dann in Richtung Ausland. Ein Gedanke, der den Trainer freilich nicht sonderlich erfreut: "Wir dürfen nicht mehr alle Spieler abgeben", meinte Foda. "Im vergangenen Jahr haben wir schon Leitgeb verloren, im Sommer geht Prödl. Wir müssen versuchen, die Mannschaft zusammenzuhalten und an ein, zwei Positionen noch zu verstärken."
(apa/red)
CASHPOINT - Wollen wir wetten?
