"Für Rapid ist jedes Spiel ein Pflichtsieg":
Erfolgreicher Heimstart gegen Ried ein Muss
- Rieder konnten in "St. Hanappi" noch nie gewinnen
- Tokic mit Bandscheibenvorfall mehrere Wochen out

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Österreichs Fußball-Rekordmeister SK Rapid darf die Frühjahrs-Heimsaison gegen seinen Lieblingsgast im Hanappi-Stadion eröffnen. Die Hütteldorfer treffen heute (live ab 19.30 auf news.at) auf die SV Ried, die in ihren bisherigen 21 Auftritten im Westen Wiens bei 6 Remis gleich 15 Mal als Verlierer die Heimreise antrat. Verzichten müssen die Rapidler auf Mario Tokic, der im Spiel gegen Altach einen Bandscheibenvorfall erlitten hat.
Der kroatische Verteidiger wird Österreichs Fußball-Rekordmeister damit für mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen. Laut Club-Arzt Dr. Benno Zifko ist nach derzeitigem Stand keine Operation notwendig.
Dennoch wäre alles andere als ein weiterer voller Erfolg eine Enttäuschung für die Rapidler, stehen sie doch nach dem 1:2 am Sonntag in Altach unter Zugzwang. "Wir wollen gewinnen und eine Leistung bringen, die unsere Fans zufriedenstellt", sagte Trainer Pacult, dem die Frage nach einem Pflichtsieg nur noch lakonische Antworten entlockt. "Für Rapid ist jedes Spiel ein Pflichtsieg, egal ob daheim oder auswärts. Ob es dann wirklich so ausgeht, ist eine andere Frage."
Ried soll "hinterherlaufen"
Der Coach sieht die Rieder im Aufwind. "Nach dem Trainerwechsel ist dort etwas passiert. Mit dem Sieg gegen Kärnten haben sich die Rieder weit vom Abstieg entfernt und können gegen uns nichts verlieren." Respekt zeigte Pacult vor dem Innviertler Goalgetter Hamdi Salihi und vor allem Regisseur Herwig Drechsel. "Wir dürfen ihn nicht zum Schuss kommen lassen und müssen Standard-Situationen in der Nähe unseres Tore vermeiden", forderte der frühere 1860-Betreuer. Allzu viel will sich Pacult mit den Oberösterreichern aber erst gar nicht beschäftigen. "Rapid richtet sich nicht nach dem Gegner aus. Der soll uns hinterherlaufen und nicht umgekehrt."
Weissenböck plant mit zwei Stürmern
Während Pacult auf den Einsatz von Mario Tokic (Bandscheibenvorfall) verzichten muss und um Veli Kavlak (Schulterverletzung) bangt, kann sein Rieder Kollege Thomas Weissenböck nach der Rückkehr der zuletzt gesperrt gewesenen Ernst Dospel, Sebastian Martinez und Tomasz Rzasa mit Ausnahme des im Aufbau-Training befindlichen Goalies Hans-Peter Berger auf den kompletten Kader zurückgreifen. Trotz der vielen personellen Alternativen wird der Coach im Vergleich zum 3:0 gegen Kärnten nicht viele Umstellungen vornehmen, auch das System soll gleichbleiben.
"Wir werden auch auswärts gegen Rapid mit zwei Stürmern spielen", kündigte Weissenböck an, "denn gegen Rapid kann man sich nicht hinten reinstellen. Wenn wir etwas mitnehmen wollen, müssen wir ein Tor schießen".
SK RAPID - SV RIED
(Hanappi-Stadion, 19.30 Uhr/live auf news.at, SR Krassnitzer).
Bisherige Saisonergebnisse: 3:0 (a), 4:0 (h)
Mögliche Aufstellungen:
Rapid: Payer - Dober, H. Eder, Patocka, Thonhofer - Hofmann, Heikkinen, Boskovic, Kavlak/Korkmaz - Bazina, Hoffer
Ersatz: Hedl - Harding, Fabiano, Maierhofer
Es fehlen: Katzer (gesperrt), Sara (Bandscheibenvorfall), Kulovits (nach Rippenbruch noch nicht topfit)
Fraglich: Kavlak (Schulterverletzung)
Ried: Gebauer - Brenner, Glasner, Jank, Rzasa - Hackmair, Dospel, Drechsel, Erbek - Akagündüz, Salihi
Ersatz: Auer - Kovacevic, Kujabi, Pichorner, Toth, Schmidl, Hadzic, Martinez, Djokic
Es fehlt: Berger (rekonvaleszent)
(apa/red)
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