Pacult empört über Elfer-Entscheidung:
Schiedsrichter Brugger in grün-weißer Kritik
- Edlinger: Schwierig, gegen "FC Brugger" zu spielen
- Rapid will Brugger dennoch künftig nicht ablehnen

·Wieder keine Punkte für Rapidler in Altach
Vorarlberger siegen mit 2:1 gegen Rekordmeister
·Austria legt endlich Heimschwäche ab
3:1-Heimsieg gegen
die Bullen aus Salzburg
·SV Ried entzieht sich dem Abstiegskampf
Klarer 3:0-Heimsieg gegen Austria Kärnten
·Mattersburg ringt wackere Tiroler nieder
Burgenländer drehen
0:1-Rückstand noch um
·UMFRAGE: Welches Team steigt heuer ab?
Erwischt es Neulinge oder
einen etablierten Verein?
·UMFRAGE: Welches Team holt den Titel?
Salzburg von Austria
oder Rapid zu stoppen?
Rapid-Trainer Peter Pacult ist die Leistung von Schiedsrichter Bernhard Brugger bei der 1:2-Niederlage in Altach auch am Tag danach noch im Magen gelegen. "Gestern war ich 100 Prozent angefressen, heute noch 99 Prozent", sagte der Betreuer des österreichischen Fußball-Rekordmeisters auf einer Pressekonferenz.
Der Wiener stieß sich an der Elfmeter-Entscheidung des Salzburgers für die Altacher sowie an der vorzeitigen Freigabe des Balles zu einem Zeitpunkt, als Goalie Helge Payer noch nicht ordnungsgemäß postiert war. Brugger gestand nach dem Spiel zwar ein, dass kein Strafstoß zu geben gewesen wäre, das war für Pacult aber nur ein schwacher Trost. "Die Altacher haben sich durch diesen 'Nicht-Elfer' leichter getan."
Auch Rapid-Präsident Rudolf Edlinger nahm den Salzburger Unparteiischen unter Beschuss. "Möglicherweise hätten wir gegen Altach gewonnen, aber gegen den FC Brugger ist das schon schwerer."
Bei aller Kritik verzichten die Hütteldorfer jedoch darauf, Brugger künftig als Spielleiter abzulehnen, wie Pacult betonte. "Das wäre keine gute Idee. Auch er weiß, was er falsch gemacht hat. Wir brauchen auch keinen Schiedsrichter, der für Rapid pfeift, sondern einen neutralen Schiedsrichter."
Der Rapid-Coach fühlte sich in seiner Rapid-Zeit schon in der Vergangenheit von Brugger schlecht behandelt, was seiner Meinung nach in den zahlreichen Disputen zwischen Brugger und dem damaligen Rapid-Trainer Josef Hickersberger begründet lag. "Er sollte ad acta legen, was mit Hickersberger war", forderte Pacult und kündigte selbst auch einen Neuanfang an. "Auch wenn es wehgetan hat, muss man jetzt mit dieser Geschichte aufhören."
Enttäuschende Rapid-Leistung
Noch nicht ganz abgehakt ist für den Ex-1860-Trainer hingegen die über weite Strecken enttäuschende Leistung seiner Mannschaft, die mit einem Sieg die Tabellenspitze übernommen hätte, nun aber mit zwei Punkten Rückstand auf das Führungsduo LASK und Austria nur auf Rang vier liegt. "Vor allem in der ersten Hälfte haben wir den Kampf nicht so angenommen, wie es sich gehört."
Pacult entging auch nicht, dass Leistungsträger wie Steffen Hofmann oder Markus Heikkinen im Ländle nicht ihre gewohnte Form abriefen. "Wenn unsere ballsicheren Kicker nicht so ins Spiel kommen, bekommen wir Probleme."
(apa/red)
CASHPOINT - Wollen wir wetten?
