Demokraten-Duell in USA bleibt spannend: Obama und Clinton kämpfen um jede Stimme
- Umfragen: Nach 11 Pleiten 1. Sieg für Ex-First Lady?
- Experten können keinen klaren Favoriten ausmachen

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Vor den entscheidenden Abstimmungen bei den Demokraten am 4. März hat Hillary Clinton weiter Fragen der Sicherheitspolitik und ihre politische Erfahrung in den Mittelpunkt ihres Wahlkampfes gestellt. Ihrem Kontrahenten Barack Obama warf sie Unerfahrenheit vor. Dieser kann aber, ganz im Gegensatz zu Clinton, nach zuletzt elf Siegen in Folge den Wahlen in den vier US-Staaten relativ gelassen entgegen blicken.
Clinton setzt darauf, dass es gelingt, die Dynamik des Wahlkampfs von Obama zu durchbrechen. Dazu braucht sie aber am besten Siege in den beiden großen Staaten Ohio und Texas. Während Hillary Clinton selbst in Texas auftrat, waren zur gleichen Zeit ihr Mann, Expräsident Bill Clinton, und Tochter Chelsea in Ohio unterwegs. Als prominenter Unterstützer warb der Schauspieler Jack Nicholson in einem Video auf YouTube für Hillary Clinton.
Clinton wift Obama höhere Wahlausgaben vor
Clintons Team versuchte auch, den auf ihr lastenden Erfolgsdruck nach Obamas Siegesserie auf den Rivalen abzuwälzen. Wenn der Senator aus Illinois nicht alle Abstimmungen gewinne, dann sei dies der Beweis, dass er trotz höherer Wahlkampfausgaben nicht der geeignete Kandidat sei, erklärte ein ranghoher Mitarbeiter Clintons in einer eigens einberufenen Telefonkonferenz. "Sie geben in Ohio und Texas wenigstens doppelt so viel aus wie wir", sagte Howard Wolfson über Obamas Wahlkampfteam.
Dabei gilt es als sicher, dass Clinton mindestens einen der beiden großen Staaten, Ohio oder Texas, überzeugend gewinnen muss, um ihre Kampagne um die Präsidentschaftskandidatur fortsetzen zu können. Und das hat ausgerechnet ihr Mann Bill bestätigt: "Wenn sie Texas und Ohio gewinnt, dann denke ich, wird sie die Präsidentschaftskandidatin", sagte Clinton bei einer Veranstaltung in Texas. Wenn die Texaner aber nicht für sie stimmten, dann "denke ich kann sie es nicht werden", sagte der Expräsident.
Obama wirft Clinton Meinungs-Ängerungen vor
Obama hielt Clinton bei seinen Wahlkampfauftritten vor allem wieder vor, dass sie bei verschiedenen Themen ihre Ansichten geändert habe. Das gelte für den Irak-Krieg, dem sie als Senatorin zustimmte, und auch für das Freihandelsabkommen NAFTA. Dieses lehne sie erst ab, seit sie sich zur Präsidentschaftskandidatur entschlossen habe, erklärte Obama in Rhode Island.
Umfragen zeigen keinen klaren Favoriten
Jüngste Umfragen sahen aber bisher keinen klaren Favoriten: Der Senator aus Illinois liegt in Texas mit 48 Prozent knapp vor der ehemaligen First Lady, die auf 45 Prozent Zustimmung hoffen kann, wie eine Umfrage des Fernsehsenders Fox News vom Freitag ergab. In Ohio schwindet Clintons Vorsprung, aber er scheint immer noch deutlich: 46 Prozent sprachen sich für die New Yorker Senatorin aus, 38 Prozent für Obama. Bei den Vorwahlen in den zwei bevölkerungsreichen Staaten Ohio und Texas sowie in Rhode Island und Vermont sind insgesamt 370 Delegiertenstimmen zu holen. Derzeit führt Obama mit 1.383 Stimmen vor Clinton mit 1.276. Um die Nominierung zu gewinnen, sind 2.025 nötig.
(apa/red)
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