"Alarmstufe Rot" vor Wahlen in Russland: Hohe Sicherheitsvorkehrungen getroffen
- Hunde untersuchen 96000 Wahllokale auf Sprengstoff
- Ausgang der Präsidentenwahl gilt derzeit als sicher

·FORMAT: Russischer Bär erwacht aus Schlaf
Dank Rohstoffreichtum zurück in der Weltarena
·Russlands Wirtschaft im globalen Vergleich
GRAFIK: Das Wachstum der russischen Wirtschaft
·Russlands Energie-
Einfluss überschätzt
Abhängigkeit von Europa
größer als umgekehrt
In Russland haben die Behörden letzte Sicherheitsvorkehrungen für die heutige Präsidentenwahl getroffen. Die Polizei werde vor Wahlbeginn alle 96.000 Wahllokale landesweit mit Spürhunden auf Sprengstoff untersuchen, berichtete die Moskauer Tageszeitung "Kommersant" unter Berufung auf einen Behördensprecher. Zum Schutz vor möglichen Anschlägen müssten die Bürger in vielen Großstädten die Wahllokale durch Metalldetektoren betreten.
Insgesamt sollen 450.000 Soldaten und Polizisten einen reibungslosen Verlauf der Wahl sicherstellen. Allein in der Hauptstadt Moskau werden 23.000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein. Bei früheren Wahlen gab es in Russland ein ähnlich hohes Polizeiaufgebot.
Nur mündlich kann der russische Staatsbürger Juri Malentschenko seine Stimme abgeben. Der Kosmonaut wird seine Entscheidung von Bord der Internationalen Raumstation ISS per Funk einer Vertrauensperson in der russischen Flugleitung bei Moskau übermitteln, wie die Agentur Itar-Tass meldete.
Der Ausgang der Präsidentenwahl gilt als sicher. In Umfragen lag der vom scheidenden Kremlchef Wladimir Putin unterstützte Vizeregierungschef Dmitri Medwedew bei etwa 70 Prozent der Stimmen. Erste Auszählungsergebnisse werden in der Nacht auf Montag erwartet.
(apa/red)
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