Russische Opposition ruft zu Protesten auf: Marsch für den Tag nach Wahl angekündigt
- Demonstration in St. Petersburg wurde genehmigt
- Garri Kasparow will gegen Wahlen demonstrieren

Garri Kasparow kündigt schon jetzt Proteste gegen die Präsidentschaftswahlen an. Obwohl die Behörden den Aufmarsch verboten haben, will er mit Gesinnungsgenossen dennoch dem Aufruf des Bündnis 'Das andere Russland' folgen.
Die russische Opposition um Ex-Schachweltmeister Garri Kasparow will trotz Behördenverbots in Moskau gegen die Präsidentenwahl protestieren. "Wir zweifeln nicht daran, dass die Staatsmacht grobe Gewalt einsetzen könnte", sagte Kasparow nach Angaben der Agentur Interfax.
Marsch der Dissidenten
Der sogenannte Marsch der Dissidenten in Moskau einen Tag nach der Präsidentenwahl am 2. März sei aber notwendig. Im Gegensatz zur russischen Hauptstadt hätten die Behörden in St. Petersburg einen Protestzug durch das Zentrum genehmigt.
Die Moskauer Stadtverwaltung hatte dem Bündnis 'Das andere Russland' den Protestzug verwehrt, weil angeblich eine kremltreue Jugendorganisation früher ihre Kundgebung angemeldet habe. Kasparow selbst will an dem genehmigten Protestzug in St. Petersburg teilnehmen. Der Ausgang der Wahl gilt als sicher. In Umfragen liegt der vom scheidenden Präsidenten Wladimir Putin vorgeschlagene Vizeregierungschef Dmitri Medwedew bei etwa 70 Prozent der Stimmen.
Im April 2007 hatten die Sicherheitskräfte in St. Petersburg und Moskau nicht genehmigte Demonstrationszüge gewaltsam aufgelöst. Dabei waren hunderte Menschen vorübergehend festgenommen worden. Das Vorgehen der Polizei war im Westen auf scharfe Kritik gestoßen.
(apa/dpa/red)
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