Israel setzt laut UNO übertrieben Gewalt ein: Sicherheitsrat verurteilt nun Eskalation
- Schwerste Gefechte seit Machtübernahme der Hamas
- Grund für mehrstündige Dringlichkeitssitzung in N.Y.

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Friedensbemühungen und große Rückschläge
Der Weltsicherheitsrat hat die Eskalation der Gewalt im Nahen Osten verurteilt. Israelis und Palästinenser müssten alle Gewaltakte beenden, erklärten die Ratsmitglieder nach einer fünfstündigen Dringlichkeitssitzung in New York, wie der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin mitteilte. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon rief Israel auf, seine Angriffe im Gazastreifen einzustellen und verurteilte den "unverhältnismäßigen und übertriebenen Einsatz von Gewalt".
Zuletzt wurden bei israelischen Angriffen im Gazastreifen 54 Palästinenser getötet, darunter etwa zwei Dutzend Zivilpersonen. Der Sicherheitsrat will nun über einen von Libyen eingebrachten Resolutionsentwurf beraten, in dem die Tötung von palästinensischen Zivilpersonen verurteilt wird. Der Entwurf fordert ein sofortiges Ende der israelischen Militäreinsätze und der palästinensischen Raketenangriffe auf israelisches Gebiet. Ähnliche Resolutionsentwürfe sind in der Vergangenheit im Sicherheitsrat gescheitert, weil sie von den USA und europäischen Mitgliedern als nicht ausgewogen betrachtet werden.
Schwerste Gefechte seit Machtübernahme der Hamas
Die Gefechte waren die schwersten seit der Machtübernahme der Hamas im Gazastreifen im Juni vorigen Jahres. Die Palästinenser haben wegen der israelischen Offensive mit einem Abbruch der Friedensgespräche gedroht. Mit der Offensive reagiert Israel auf den fortgesetzten Raketenbeschuss israelischer Städte durch militante Palästinenser vom Gazastreifen aus. Kämpfer der Hamas feuerten über 50 Raketen und unzählige Gewehrsalven auf den Süden Israels ab. Die israelischen Truppen schossen zurück, unterstützt von Panzern und Kampfflugzeugen.
(apa/red)
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